30.000 Radfahrer erobern Berlins Straßen bei der ADFC-Sternfahrt 2024
Tobias Werner30.000 Radfahrer erobern Berlins Straßen bei der ADFC-Sternfahrt 2024
Rund 30.000 Radfahrerinnen und Radfahrer haben am Sonntag die Berliner Straßen für die jährliche Sternfahrt erobert. Organisiert vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), strömten Teilnehmer jeden Alters in Richtung Stadtzentrum. Die Demonstration ist seit langem ein zentraler Moment für Aktivisten, die sich für bessere Bedingungen im Radverkehr einsetzen.
Die Teilnehmenden radelten auf fast 20 verschiedenen Routen, die alle zum Großen Stern und zur Siegessäule führten. Familien mit Kindern schlossen sich dem Zug an und ließen die Zahl der Radler im Verlauf der Fahrt weiter anwachsen. Die als Protest angemeldete Veranstaltung ermöglichte es den Radfahrern, Straßen – darunter auch Abschnitte von Autobahnen – vorübergehend zu besetzen, während Autofahrer wegen Sperrungen Umleitungen in Kauf nehmen mussten.
Der ADFC nutzt die Sternfahrt seit Jahrzehnten, um Forderungen nach sicherer und besser ausgebauter Radinfrastruktur zu unterstreichen. Marlene Alber, Politikreferentin des Verbandes, forderte Verkehrplaner auf, die Bedürfnisse von Radfahrern endlich priorisiert zu behandeln. Sie bestände darauf, die Mittel für gut konzipierte Radwege zu erhöhen – und nicht zu kürzen –, um Komfort und Sicherheit im Alltag zu gewährleisten.
Die Demonstration setzte Berlins Verantwortliche erneut unter Druck, die Rahmenbedingungen für den Radverkehr zu verbessern. Mit Tausenden Teilnehmenden unterstrich die Veranstaltung die Forderung nach eigenem Raum auf den Straßen. Die Organisatoren betonten, dass sichere und barrierefreie Routen zur täglichen Realität werden müssten – und nicht nur an einem Protesttag.






