3,5 Milliarden Euro: Neue E-Auto-Förderung startet – doch deutsche Hersteller profitieren kaum
Anton Wolf3,5 Milliarden Euro: Neue E-Auto-Förderung startet – doch deutsche Hersteller profitieren kaum
Die deutsche Bundesregierung hat ein Förderprogramm für Elektroautos mit einem Volumen von 3,5 Milliarden Euro gestartet. Käufer neuer Modelle, die ab Januar 2026 zugelassen werden, erhalten bis zu 6.000 Euro Unterstützung – abhängig von Einkommen und Familiengröße.
Bisher profitieren vor allem ausländische Hersteller von der Förderung. Deutsche Autohäuser verkaufen vermehrt chinesische Elektrofahrzeuge im Preissegment zwischen 20.000 und 30.000 Euro. Deutsche Automobilhersteller bieten in dieser Preisklasse noch keine Elektroautos an.
Umweltminister Carsten Schneider lobte die Initiative. Burkhard Weller, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), widersprach jedoch. Die Förderung habe die Nachfrage nach Elektroautos bisher nicht spürbar gesteigert, so Weller.
Falls die Subventionen fortgesetzt würden, plädiert Weller für eine breitere Ausrichtung. Seine Vorschläge umfassen die Einbeziehung von Gebrauchtwagen, den Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie Senkungen der Strompreise. Zudem schlägt er vor, Ladestationen wie Mobilfunk-Roaming zu behandeln, um die Preistransparenz zu verbessern.
Ziel der Förderung ist es, Elektroautos erschwinglicher zu machen. Bisher kommen vor allem ausländische Hersteller in den Genuss der Subventionen – während deutsche Hersteller kaum davon profitieren. Über die Wirksamkeit und Reichweite des Programms sind Händler und Politiker weiterhin uneins.






