59-Jähriger wegen Brandserie vor Gericht: Spielhaus und Recyclingtonnen angezündet
Tobias Seidel59-Jähriger wegen Brandserie vor Gericht: Spielhaus und Recyclingtonnen angezündet
Ein 59-jähriger Deutscher muss sich in dieser Woche wegen Brandstiftung, Sachbeschädigung und versuchter Sachbeschädigung vor Gericht verantworten. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht eine Serie von Bränden, die zwischen Juli 2024 und Februar 2025 mutmaßlich gelegt wurden. Die Verhandlung beginnt am Mittwoch um 9 Uhr in Saal 4 vor dem Schöffengericht.
Dem Angeklagten wird vorgeworfen, über mehrere Monate hinweg vorsätzlich mehrere Feuer gelegt zu haben. Unter den Vorfällen soll er ein Kinderspielhaus und mehrere gelbe Recyclingtonnen in Brand gesetzt haben. Den Ermittlungen zufolge versuchte er zudem, ein Wohnmobil anzuzünden, und entfachte einen Baum sowie einen Strauch in der Nähe einer Pferdekoppel.
Der Gesamt-Schaden durch die Brände wird auf etwa 65.000 Euro geschätzt, darunter Schäden an einem Wohnmobil und vier weiteren Einheiten. Die Behörden führen den Verdächtigen durch forensische Beweise und Zeugenaussagen mit jedem der Vorfälle in Verbindung.
Unterdessen laufen in einem nicht zusammenhängenden Fall die Ermittlungen gegen zwei Hafenarbeiter – einen 37-jährigen Rumänen und einen 54-jährigen Griechen – wegen des Verdachts der Sabotage an Korvetten der Deutschen Marine in Hamburg weiter. Ihnen wird vorgeworfen, im Juni 2025 Stromkomponenten der Korvette Köln außer Betrieb gesetzt zu haben; weitere Vorwürfe betreffen ähnliche Handlungen an anderen Schiffen. Obwohl die Haftbefehle wegen unklarer individueller Verantwortung aufgehoben wurden, bestehen die Sabotagevorwürfe weiterhin.
Im Prozess wird die Beweislage gegen den 59-Jährigen geprüft, darunter der zeitliche Ablauf der Brände und deren finanzielle Folgen. Das Urteil wird klären, ob er für die Brandanschläge und die entstandenen Schäden verantwortlich ist. Die Verhandlung soll das Ausmaß seiner Beteiligung an den einzelnen Vorfällen aufdecken.