08 June 2026, 02:03

AfD Baden-Württemberg: Machtkämpfe und Vorwürfe erschüttern die Partei von innen

Bericht: Interne Briefe belasten AfD-Spitze in Baden-Württemberg

AfD Baden-Württemberg: Machtkämpfe und Vorwürfe erschüttern die Partei von innen

Zwei interne Beschwerdebriefe haben tiefe Gräben innerhalb der Alternative für Deutschland (AfD) in Baden-Württemberg offenbart. Die an die Parteivorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla gerichteten Schreiben kritisieren die Landesführung wegen angeblicher Machtmissbräuche und finanzieller Fehlverwaltung. Unterdessen wurde der Landesvorsitzende Markus Frohnmaier auf einem jüngsten Parteitag mit über 91 Prozent der Stimmen wiedergewählt – das beste Ergebnis, das je ein AfD-Landesvorsitzender in der Region erzielt hat.

Einer der Briefe stammt vom scheidenden AfD-Landtagsabgeordneten Rüdiger Klos. Er wirft der Landesführung vor, durch Ausschlussverfahren Kritiker zum Schweigen zu bringen, und vergleicht die Methoden mit „Säuberungen, wie sie an totalitäre Systeme erinnern“. Klos verurteilte zudem „goebbelsche interne Parteitaktiken“ und warnte, inkompetente Amtsträger würden „Chaos für Deutschland“ herbeiführen.

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Ein zweiter Brief wurde von mehreren langjährigen Parteimitgliedern aus zwei Bezirksverbänden in Südwestdeutschland unterzeichnet. Sie äußerten Besorgnis über eine Machtkonzentration, Vetternwirtschaft sowie mangelnde Transparenz bei Finanzfragen und Personalentscheidungen. Die Gruppe forderte eine unabhängige Prüfung der Landespartei-Finanzen, einschließlich des umstrittenen Ludwigsburger Erbes.

Trotz der internen Kritik sicherte sich Frohnmaier einen deutlichen Wiederwahlsieg. Seine überwältigende Unterstützung steht im scharfen Kontrast zu den wachsenden Protesten gegen die Parteiführung und die finanzielle Rechenschaftspflicht.

Die Briefe verdeutlichen die anhaltenden Spannungen zwischen der AfD-Landesführung und der Basis. Forderungen nach Transparenz und unabhängigen Finanzkontrollen bleiben unerfüllt. Frohnmaiers Wiederwahl zeigt jedoch, dass er weiterhin die Mehrheit der Parteimitglieder hinter sich hat.

Quelle