07 May 2026, 04:05

AfD-Politiker Gottschalk fordert radikale Kurskorrektur bei EU, Rente und Steuern

Plakat wirbt für Bergbahn, Deutschland, als Elektrostadt, zeigt Bilder von Gebäuden, Bäumen, Hügeln und beschreibenden Text.

AfD-Politiker Gottschalk fordert radikale Kurskorrektur bei EU, Rente und Steuern

Der AfD-Politiker René Gottschalk hat weitreichende Änderungen in der Programmatik seiner Partei gefordert – insbesondere bei der Haltung zum EU-Austritt Deutschlands. Zudem schlug er Reformen in den Bereichen Rente, Steuern und Energie vor und berichtete dabei von seinen eigenen Erfahrungen mit grüner Technologie im Privathaushalt. Seine Äußerungen deuten auf eine Neuausrichtung in zentralen Teilen des Parteiprogramms hin.

Gottschalk räumte ein, dass die Mehrheit der AfD-Mitglieder einen deutschen EU-Austritt, oft als „Dexit“ bezeichnet, nicht mehr unterstütze. Er argumentierte, dass diese Forderung sowie weitere Punkte des Parteiprogramms einer grundlegenden Überprüfung bedürften.

Bei der Rentenpolitik schlug er vor, einen Teil des Kindergeldes in einen staatlich verwalteten Fonds umzuleiten. Dieser sollte an den Kapitalmärkten investieren, um ein kapitalgedecktes Rentensystem aufzubauen. Gleichzeitig stellte er die Idee einer Anhebung des Renteneintrittsalters infrage – insbesondere mit Verweis auf körperlich anspruchsvolle Berufe wie Handwerksberufe, die ab 65 oft nicht mehr zumutbar seien.

In Steuerfragen äußerte sich Gottschalk differenziert zu den Maßnahmen der großen Koalition. Er lobte zwar die Senkung der Unternehmenssteuern, der Energiesteuern sowie die Erhöhung der Pendlerpauschale, kritisierte jedoch, dass diese Entlastungen nicht ausreichten, um Bürger und Unternehmen spürbar zu entlasten.

In der Agrarpolitik positionierte er sich klar gegen EU-Agrarsubventionen und erklärte: „Landwirte brauchen keine Subventionen.“ Stattdessen schlug er vor, Einnahmen aus der Pkw-Maut für den Ausbau der Infrastruktur oder andere öffentliche Vorhaben zu verwenden.

Gottschalk sprach auch über seinen persönlichen Umstieg auf grüne Energien: Seit Jahren nutzt er eine Wärmepumpe, Photovoltaikmodule und ein Heimspeichersystem. Er fährt ein Elektroauto eines deutschen Herstellers und betonte, dass Wärmepumpen – selbst ohne Fußbodenheizung – die kostengünstigste Lösung zum Heizen seien.

Gottschalks Vorschläge markieren einen deutlichen Bruch mit einigen früheren Positionen der AfD. Seine Ideen zu Rente, Steuern und Energie spiegeln einen pragmatischen Reformkurs wider, der ideologische Festlegungen hinterfragt. Nun muss die Partei entscheiden, ob sie diese Ansätze in ihr offizielles Programm übernimmt.

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