AfD verliert leicht an Stimmen – doch Wahlfälschungsvorwurf entpuppt sich als Falschmeldung
Tobias WernerAfD verliert leicht an Stimmen – doch Wahlfälschungsvorwurf entpuppt sich als Falschmeldung
Ein Facebook-Nutzer hat Wahlfälschung in Rheinland-Pfalz behauptet, nachdem der Stimmenanteil der AfD während der Auszählung leicht gesunken ist. Die anfängliche Prognose der Partei von 20 Prozent fiel auf 19,5 Prozent, als die Briefwahlstimmen hinzugezählt wurden. Behörden fanden jedoch keine Hinweise auf Unregelmäßigkeiten bei der Wahl.
Wahlprognosen am Abend basieren auf ersten Ergebnissen und Stichprobenmodellen, die sich verschieben können, je mehr Stimmen ausgezählt werden. Der Rückgang der AfD entsprach den Anpassungen, die auch bei anderen Parteien wie der SPD und den Grünen zu beobachten waren. Solche Veränderungen sind normal, wenn – oft später erfasste – Briefwahlstimmen in die Gesamtergebnisse einfließen.
Briefwähler verhalten sich tendenziell anders als Wähler, die persönlich ihre Stimme abgeben. AfD-Anhänger stimmen besonders seltener per Brief ab, was einige der späten Verschiebungen in ihren Zahlen erklären könnte. Die Wahlleitung von Rheinland-Pfalz bestätigte, dass beim Auszählungsprozess keine Probleme festgestellt wurden.
Briefwahlstimmen werden in der Regel gebündelt in den Bezirkswahlbüros ausgezählt, sodass ihre Einbeziehung die Hochrechnungen beeinflussen kann. Zwar lag das Endergebnis der AfD leicht unter der ersten Schätzung, Wahlforscher betonen jedoch, dass solche Korrekturen üblich sind. Bisher liegen keine offiziellen Daten vor, die die Briefwahlquote in Rheinland-Pfalz mit anderen Bundesländern für diese Wahl vergleichen.
Nach Auszählung aller Stimmen blieb der AfD-Stimmenanteil bei 19,5 Prozent. Wahlprognosen verfeinern sich naturgemäß im Laufe der Auszählung, insbesondere durch die Berücksichtigung der Briefwahl. Behörden meldeten keine Anzeichen für Manipulationen oder Fehler in den Ergebnissen.






