Aldi Süd verkauft Luxushotel Öschberghof – und zieht sich aus der Hotellerie zurück
Anton WolfAldi Süd verkauft Luxushotel Öschberghof – und zieht sich aus der Hotellerie zurück
Aldi Süd verkauft Luxushotel Öschberghof an die Gustav-Zech-Stiftung
Aldi Süd hat sich darauf verständigt, sein Luxushotel Öschberghof an die Gustav-Zech-Stiftung zu veräußern. Der Deal markiert einen strategischen Kurswechsel, da sich der Handelskonzern wieder stärker auf sein Kerngeschäft – den Lebensmitteleinzelhandel – konzentriert. Das Hotel gehört seit den 1970er-Jahren zum Unternehmensvermögen von Aldi Süd und war über Jahrzehnte ein fester Bestandteil des Portfolios.
Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der Öschberghof einen Umsatz von 30,7 Millionen Euro. Trotz der soliden wirtschaftlichen Leistung trennt sich Aldi Süd nun von dem Objekt – ein Schritt, der in eine umfassendere Umstrukturierung eingebettet ist. Dazu zählen die Zentralisierung von Unternehmensfunktionen sowie Personalabbau in verschiedenen Bereichen.
Der Käufer, die Zech Gruppe, bringt jahrzehntelange Erfahrung in der Hotellerie mit. Laut Vereinbarung bleibt der aktuelle Geschäftsführer des Hotels, Michael Artner, in seiner Position. Für Gäste und Mitarbeiter soll sich durch den Eigentümerwechsel vorerst nichts ändern; der Betrieb läuft wie gewohnt weiter.
Bevor der Verkauf vollzogen wird, muss die Transaktion noch von den Kartellbehörden genehmigt werden. Dies folgt auf Aldi Süds Entscheidung vom vergangenen Jahr, den gemeinsamen Online-Shop mit Aldi Nord zu beenden – ein weiteres Zeichen für den Rückzug aus nicht-einzelhandelsbezogenen Aktivitäten.
Der Öschberghof wird künftig unter neuer Führung betrieben, während die tägliche Geschäftsführung unverändert bleibt. Mit dem Verkauf kann sich Aldi Süd auf sein Supermarktgeschäft konzentrieren, während das Hotel in die Hände eines erfahrenen Gastgewerbe-Unternehmens übergeht. Der Abschluss des Deals steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der regulatorischen Freigabe.






