23 March 2026, 14:07

Apothekerin wehrt sich gegen 25.000-Euro-Forderung nach Betrugsfall mit Merck

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen kostet Familien monatlich Hunderte von Dollar.

Apothekerin wehrt sich gegen 25.000-Euro-Forderung nach Betrugsfall mit Merck

Carolin Schleußinger, Inhaberin der Marien-Apotheke in Roding, steht vor einem 25.000-Euro-Dilemma, nachdem sie Opfer eines gefälschten Rechnungsbetrugs wurde, der sich gegen den Pharmakonzern Merck richtete. Nun fordert das Unternehmen die gleiche Summe erneut von ihr – obwohl es den Betrug eingeräumt hat. Schleußinger besteht darauf, dass die Verantwortung bei Merck liege und nicht bei ihrem Betrieb.

Die Probleme begannen, als Schleußinger eine Rechnung für Medikamente erhielt, versehen mit aktualisierten Bankdaten und einer spanischen Adresse. Sie prüfte die Angaben, doch nichts erschien ihr verdächtig. Erst später bestätigte Merck, dass es sich um eine Fälschung handelte – das Werk von Cyberkriminellen, die das Unternehmen imitiert hatten.

Merck hat Schleußinger inzwischen aufgefordert, Anzeige bei der Polizei zu erstatten und verdächtige E-Mails zur Untersuchung weiterzuleiten. Das Unternehmen fügte zudem einen Warnhinweis in seinem Online-Shop ein und rief Apotheken dazu auf, Bankverbindungen vor Zahlungen genau zu prüfen. Dennoch kritisiert Schleußinger das Vorgehen des Konzerns: Merck spiele seine eigene Rolle bei dem Betrug herunter, wirft sie dem Unternehmen vor.

Die 25.000 Euro will sie ein zweites Mal nicht zahlen und hat stattdessen selbst Strafanzeige gestellt. Juristische Berater prüfen nun den Fall. Während Merck den Betrug als Teil einer größeren Cyberattacke auf Apotheken darstellt, argumentiert Schleußinger, dass das Unternehmen selbst das Hauptziel gewesen sei.

Berichten zufolge haben auch andere Apotheken in Deutschland ähnliche gefälschte Rechnungen erhalten, doch offizielle Zahlen liegen nicht vor. Merck äußerte sich nicht dazu, wie viele Betriebe betroffen sein könnten.

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Schleußinger wartet nun auf rechtliche Klarheit und weigert sich, die strittige Summe zu begleichen. Merck bleibt bei seiner Haltung – und lässt Apotheken wie ihre zwischen Betrügern und Konzernforderungen im Stich. Der Fall zeigt, welchen Risiken kleine Unternehmen in Zeiten gezielter Cyberkriminalität ausgesetzt sind.

Quelle