Audi formt Führungsebene um und setzt auf Hybrid-Strategie bei Lamborghini
Anton WolfAudi formt Führungsebene um und setzt auf Hybrid-Strategie bei Lamborghini
Die Audi Group hat ihre Führungsebene umbesetzt und mehrere Schlüsselpositionen in ihren Marken und Divisionen neu besetzt. Mit diesen Veränderungen soll die Zusammenarbeit gestärkt und das technische Know-how in den wichtigsten Märkten ausgebaut werden. Vorstandsvorsitzender Gernot Döllner bezeichnete die Personalentscheidungen als Teil einer umfassenden Strategie, um die globale Präsenz des Unternehmens zu festigen.
Am 1. März 2026 übernahm Rouven Mohr seine neue Position als Leiter der Technischen Entwicklung bei der Audi AG. In seiner Rolle wird er Innovationen in den Ingenieursteams des Unternehmens vorantreiben.
Am Standort Neckarsulm wurde Thomas Bogus zum neuen Werksleiter ernannt. Zu seinen Aufgaben gehört die Modernisierung der Produktion durch die Integration von Künstlicher Intelligenz in Fertigungsprozesse sowie die langfristige Standortplanung.
In China wird Fred Schulze zum CEO des Joint Ventures von Audi mit SAIC berufen. Die Ernennung unterstreicht das Bestreben des Unternehmens, seine Marktkenntnis und operative Stärke in einer der wichtigsten Regionen weiter auszubauen.
Auch bei Lamborghini gab es Wechsel in der Führungsetage: Fermín Soneira wird am 1. Juli 2026 als Technologievorstand (CTO) einsteigen. Sein Amtsantritt fällt mit einer strategischen Neuausrichtung der Marke zusammen: Bis 2030 wird das Modellprogramm auf Plug-in-Hybride statt auf rein elektrische Fahrzeuge ausgerichtet. Diese Anpassung erfolgt vor dem Hintergrund einer schwachen Nachfrage nach hochleistungsfähigen Luxus-Elektroautos, weshalb Lamborghini sein Lanzador-Projekt nun als Plug-in-Hybrid statt als reines Batterieelektrofahrzeug (BEV) umsetzt.
Döllner betonte, dass die Neubesetzungen den Wissensaustausch zwischen den Tochtergesellschaften, Marken und Divisionen von Audi verbessern werden. Im Fokus stehen weiterhin die technische Entwicklung, die Produktionsexpertise und die regionalen Markteinblicke.
Die Führungswechsel markieren eine strategische Neuausrichtung für Audi und seine Marken. Die neuen Verantwortlichen werden technische Innovationen, Produktionseffizienz und Marktanpassungen in Schlüsselregionen vorantreiben. Die Umstellung bei Lamborghini spiegelt dabei einen branchenweiten Trend wider, bei dem Plug-in-Hybride nun Vorrang vor rein elektrischen Modellen haben.






