Audi Neckarsulm plant Modelloffensive und kämpft um 16.000 Arbeitsplätze
Anton WolfAudi Neckarsulm plant Modelloffensive und kämpft um 16.000 Arbeitsplätze
Audis Werk Neckarsulm bereitet sich auf tiefgreifende Veränderungen vor, während sich Geschäftsführung und Betriebsrat über die künftige Ausrichtung austauschen. Im Mittelpunkt stehen der Erhalt von 16.000 Arbeitsplätzen und die Erweiterung des Produktionsportfolios am Standort. Beide Seiten haben zentrale Forderungen formuliert, darunter neue Modelle und eine bessere Infrastruktur.
Audi-Chef Rupert Stadler mahnte eine sorgfältige Planung an – noch vor der für 2017 und 2018 angekündigten Modelloffensive der Marke. Er schlug eine Allianz mit dem Betriebsrat unter dem Namen «Audi Zukunft» vor, um die Zusammenarbeit zu stärken. Stadler betonte zudem, wie wichtig es sei, die qualifizierten Fachkräfte am Standort zu halten und ihr Know-how weiter auszubauen.
Der Betriebsrat, der die Belegschaft in Neckarsulm vertritt, fordert zwei Neuzugänge für die Fertigungslinien: ein Großserienmodell mit alternativem Antrieb sowie ein SUV. Diese Modelle sollen helfen, Arbeitsplätze langfristig zu sichern. Betriebsratsmitglied Michael Christ verlangte zudem, bei grundlegenden Entscheidungen zur Zukunft des Werks früher einbezogen zu werden.
Ein weiteres zentrales Thema bleibt die Infrastruktur. Christ wies auf den Bedarf an modernisierten Einrichtungen und zusätzlichem Personal hin, um das Wachstum zu stemmen. Gleichzeitig forderte er mehr Unterstützung für die führende Rolle des Standorts in der Brennstoffzellentechnologie. Begrüßt wurde unterdessen die Umfirmierung der quattro GmbH in «Audi Sport», die weiterhin in Neckarsulm ansässig bleibt.
In einem separaten Schritt trat zu Beginn des Oktobers eine neue Betriebsvereinbarung zum «Mobilen Arbeiten» in Kraft.
Die laufenden Gespräche sollen die Weichen für die Zukunft Neckarsulms stellen – stets mit dem Ziel, die Belegschaft abzusichern. Neue Modelle und Infrastrukturinvestitionen bilden die Säulen der Werksstrategie. Die Ergebnisse werden zeigen, wie Audi in den kommenden Jahren Innovation mit Arbeitsplatzsicherheit in Einklang bringt.






