Baden-Württemberg ehrt kirchliche Projekte gegen Wohnungsnot mit neuem Preis
Anton WolfBaden-Württemberg ehrt kirchliche Projekte gegen Wohnungsnot mit neuem Preis
Neuer Preis in Baden-Württemberg würdigt kirchliche Initiativen gegen die Wohnungsnot
Mit dem neu geschaffenen Preis "Kirche und bezahlbarer Wohnraum" ehrt das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen (MLW) vorbildliche Projekte, die sich der Schaffung günstiger Wohnmöglichkeiten widmen. Zehn Preisträger wurden aus 33 Bewerbungen ausgewählt – jede Initiative erhält 5.000 Euro für ihre Arbeit.
Der Wettbewerb wurde im August 2025 ausgestaltet, die Einreichungsfrist endete am 12. Oktober. Teilnehmen konnten Kirchengemeinden, kirchliche Einrichtungen, Planer:innen und Fachleute aus der Branche. Eine unabhängige Jury aus zehn Expert:innen bewertete die Projekte nach Kriterien wie Bezahlbarkeit, kirchliches Engagement, Nachhaltigkeit, sozialer Wirkung und Übertragbarkeit auf andere Standorte.
Zehn Leuchtturmprojekte überzeugten durch Kreativität und Praxisnähe – darunter architektonische Anpassungen, neue Nutzungskonzepte und die Umwidmung brachliegender kircheneigener Flächen. Der Preis soll nicht nur Vorbilder schaffen, sondern auch Kirchen und Kommunen dabei unterstützen, der Wohnungsnot entgegenzuwirken.
Hintergrund der Initiative ist die Erwartung, dass in der Region in den kommenden zehn Jahren rund 5.000 kirchliche Immobilien frei werden. Durch die Präsentation erfolgreicher Modelle will das Ministerium weitere Projekte anregen, die diese Räume in Wohnungen für einkommensschwache oder benachteiligte Haushalte verwandeln.
Die zehn prämierten Projekte dienen nun als Blaupausen für zukünftige Wohnrauminitiativen. Jede erhielt 5.000 Euro zur Weiterentwicklung. Angesichts Tausender kirchlicher Liegenschaften, die bald verfügbar sein dürften, zeigt der Preis auf, wie durch gemeinwohlorientierte Lösungen der Druck auf dem Wohnungsmarkt gelindert werden kann.
Neue Projekte betonen kirchliche Wohnlösungen in Baden-Württemberg
Die preisgekrönten Initiativen umfassen nun spezifische Modelle, die kirchliche Innovationen zeigen. Beachtenswerte Beispiele sind:
- 'Vom Pfarrhaus zur integrativen WG' in Esslingen-Berkheim, das eine ehemalige Pfarrhaus in erschwinglichen Wohnraum für Auszubildende umwandelt.
- 'Klosternahes Wohnen' in Bad Waldsee, das Klosterräume in Wohngemeinschaften umwandelt.
- 'HEREIN – Kirchliche Wohnraumoffensive Oberschwaben' aktiviert leerstehende Einheiten durch Zwischennutzung mit sozialer Unterstützung.