Baden-Württemberg sucht die gründerfreundlichsten Kommunen des Landes
Tobias WernerBaden-Württemberg sucht die gründerfreundlichsten Kommunen des Landes
Baden-Württemberg startet fünften Landeswettbewerb für gründerfreundliche Kommunen
Die Initiative Start-up BW ruft alle Städte, Gemeinden und Landkreise des Landes auf, ihr Engagement für lokale Unternehmen zu präsentieren. In diesem Jahr wird erstmals eine eigene Kategorie für die Herausforderungen bei Unternehmensnachfolgen ausgeschrieben – ein Thema, das angesichts des wachsenden Bedarfs an Lösungen zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Teilnehmen können alle Kommunen Baden-Württembergs, unabhängig von ihren bisherigen Aktivitäten zur Förderung von Gründern. Bewerben dürfen sich Städte, Gemeinden, Landkreise sowie kommunale Zusammenarbeitmodelle. Organisiert wird der Wettbewerb vom Wirtschaftsministerium in Zusammenarbeit mit Landesverbänden. Das Verfahren umfasst die Konzeptidee, eine Jurybewertung und eine finale Runde mit Live-Abstimmung.
Das Landesfinale findet am 23. November 2026 im Rahmen der Jahrestagung der Wirtschaftsförderer Baden-Württemberg in Stuttgart statt. Die Sieger erhalten den Titel "Gründerfreundliche Kommune – Ausgezeichneter Standort" sowie Preisgelder in Höhe von 10.000 Euro (1. Platz), 7.500 Euro (2. Platz) und 5.000 Euro (3. Platz).
Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut betonte die zentrale Rolle von Start-ups für die regionale Wirtschaft. Frühere Preisträger wie Reutlingen und Esslingen hätten mit Initiativen wie Gründerzentren, Netzwerkveranstaltungen und geförderten Beratungsangeboten für Unternehmensübernahmen Maßstäbe gesetzt. Dazu zählen etwa das Gründungszentrum Reutlingen oder die Kampagne "Nachfolge BW" in Esslingen, die die Unterstützung für Gründer und Übernehmer deutlich verbessert haben.
Ziel des Wettbewerbs ist es, Kommunen sichtbarer zu machen, die sich aktiv für eine lebendige Gründerszene einsetzen. Erfolgreiche Bewerbungen werden nicht nur ausgezeichnet, sondern auch finanziell gefördert. Die neue Kategorie "Unternehmensnachfolge" lenkt zudem den Fokus auf ein drängendes Problem – und motiviert mehr Gemeinden, Lösungen für generationenübergreifende Betriebsübergaben zu entwickeln.