31 May 2026, 08:03

BAföG-Reform droht zu scheitern – Digitalisierung als Notlösung für Studierende

Forschungsministerin Bär: BAföG-Reform am Scheideweg - Studieren und Arbeiten 'kein Problem'

BAföG-Reform droht zu scheitern – Digitalisierung als Notlösung für Studierende

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär hat Verzögerungen bei der geplanten BAföG-Reform in Deutschland bekannt gegeben. Ursprünglich für das Wintersemester 2026/27 vorgesehen, steht die umfassende Neugestaltung nun aufgrund breiter Sparmaßnahmen auf unsicherem Boden. Gleichzeitig stellte sie neue digitale Hilfsmittel vor, die Studierende in der Übergangsphase unterstützen sollen.

Der Gesetzentwurf zur BAföG-Reform war bereits in die Abstimmung mit den Bundesländern und wichtigen Interessengruppen eingetreten. Die Verhandlungen verliefen bisher ohne größere Hindernisse, doch Bär räumte ein, dass finanzielle Zwänge das Vorhaben nun vollständig auf Eis legen könnten. Sie betonte, dass Studierende in Deutschland bereits von einem hochprivilegierten System profitierten – mit gebührenfreiem Studium und staatlich finanziertem Hochschulzugang.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Parallel treibt das Ministerium die Digitalisierung voran: Noch in diesem Jahr soll ein KI-gestützter Chatbot auf dem Portal bafoeg-digital eingeführt werden. Das Tool wird Antragstellende durch die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen führen und sie mit dem bestehenden BAföG-Rechner verknüpfen, der anonym und unverbindlich mögliche Förderbeträge schätzt.

Bär äußerte sich auch zu den allgemeinen Sorgen um die Finanzlage von Studierenden. Teilzeitjobs neben dem Studium bezeichnete sie nicht als Härtefall, sondern als normalen Bestandteil der Eigenbeteiligung an der Ausbildung. Zudem kündigte sie eine zügige Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes an, um die Jobperspektiven für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in befristeten Verträgen zu verbessern.

Während der KI-Chatbot noch in diesem Jahr konkrete Hilfe für BAföG-Antragstellende bieten wird, bleibt die Zukunft der umfassenden Reform ungewiss, solange die Haushaltsverhandlungen andauern. Bärs Aussagen deuten darauf hin, dass Studierende vorerst auf bestehende Fördersysteme und Nebenjobs angewiesen bleiben, um ihr Studium zu finanzieren.

Quelle