Bahnnetz erreicht Vollbesetzung in Stellwerken – Personalmangel überwunden
Luisa HofmannBahnnetz erreicht Vollbesetzung in Stellwerken – Personalmangel überwunden
Deutschlands Bahnnetz erreicht Meilenstein bei Personalmangel
Zum ersten Mal seit Anfang 2026 verzeichnen die Stellwerke in Deutschlands Schienennetz im Durchschnitt wieder eine vollständige Personalausstattung. Die Bundesnetzagentur bestätigt deutliche Fortschritte – und dämpft damit frühere Sorgen vor Verspätungen und Betriebsstörungen.
Hinter dem Erfolg steht eine groß angelegte Nachwuchsoffensive der DB InfraGO, der Infrastrukturtochter der Deutschen Bahn. Bis Dezember 2025 hatte das Unternehmen rund 2.200 neue Stellwerksmitarbeiter eingestellt und ausgebildet. Damit wuchs die Belegschaft im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent.
Seit Januar 2026 liegt die Personalauslastung bundesweit durchgehend bei durchschnittlich 100 Prozent. Zwar kann es vereinzelt noch zu Engpässen kommen, doch insgesamt deckt die Verfügbarkeit der Fahrdienstleiter nun den Betriebsbedarf. Die Aufsichtsbehörde hat daraufhin Androhungen weiterer Strafen zurückgenommen und die gestiegene Zuverlässigkeit anerkannt.
Die Bundesnetzagentur hatte zuvor mit Sanktionen gedroht, falls sich die Personalsituation nicht bessern würde. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch, dass die ergriffenen Maßnahmen die Lage in den meisten Regionen stabilisiert haben.
Die Rekrutierungsoffensive und die nun nachhaltige Personaldecke markieren eine Wende für den Stellwerksbetrieb in Deutschland. Mit ausreichend Fachkräften rückt nun die Aufgabe in den Vordergrund, die Stabilität zu sichern und verbleibende lokale Engpässe zu beheben. Langfristig sollen die Maßnahmen Verspätungen verringern und die Pünktlichkeit für Fahrgäste verbessern.






