Baugewerbe schafft Lohn-Gleichheit: Ost und West erhalten gleiche Bezahlung
Anton WolfBaugewerbe schafft Lohn-Gleichheit: Ost und West erhalten gleiche Bezahlung
Historischer Tarifkompromiss: Baugewerbe gleicht Löhne zwischen Ost und West an
Die deutsche Bauwirtschaft hat eine richtungsweisende Vereinbarung getroffen, um die Löhne zwischen den ost- und westdeutschen Regionen angleichen. Der Tarifvertrag, der rund 920.000 Beschäftigte bundesweit betrifft, beendet damit jahrzehntelange Gehaltsunterschiede. Künftig steigen die Löhne im Osten schneller als im Westen, um die Kluft endgültig zu schließen.
Das neue Tarifabkommen sieht vor, dass Beschäftigte in Ostdeutschland eine Lohnerhöhung von 5,3 Prozent erhalten – im Westen liegt der Anstieg bei 3,9 Prozent. Diese Anpassung folgt dem Grundsatz "Ein Land, ein Lohn, ein Gehalt" und erfüllt damit eine langjährige Forderung der Gewerkschaften. Auch über 600.000 Bauarbeiter in Westdeutschland profitieren von der Einigung, wenn auch mit einer etwas geringeren Steigerung.
Die Änderungen treten in Kraft, kurz bevor der aktuelle Tarifvertrag am 31. März 2027 ausläuft. Carsten Burckhardt, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft IG BAU, bezeichnete die Entscheidung als "historischen Meilenstein" für mehr Gerechtigkeit in der Branche. Damit wird die Ungleichbehandlung, die seit der Wiedervereinigung bestand, endlich beseitigt.
Von der Lohnangleichung sind fast eine Million Bauarbeiter in ganz Deutschland betroffen. Beschäftigte in den ostdeutschen Bundesländern werden künftig schneller höhere Einkommen erzielen, was die langjährige Lohnscheide überwinden hilft. Der Tarifvertrag gilt bis 2027 und setzt neue Maßstäbe für die gesamte Branche.






