Berlin E-Prix 2026: Tempelhof wird zur Hochgeschwindigkeits-Arena für GEN4-Boliden
Anton WolfBerlin E-Prix 2026: Tempelhof wird zur Hochgeschwindigkeits-Arena für GEN4-Boliden
Doppellauf des Berlin E-Prix 2026: Tempelhof Airport wird am 2. und 3. Mai zur Rennstrecke
Der diesjährige Berlin E-Prix mit zwei Rennen findet am 2. und 3. Mai auf dem Gelände des Flughafens Tempelhof statt. Antonio Félix da Costa geht als Fahrer mit der besten aktuellen Form in das Event, während Pascal Wehrlein mit 83 Punkten die Meisterschaft anführt. Im Mittelpunkt steht das GEN4-Fahrzeug – die schnellste und technisch fortschrittlichste Formel-E-Boliden-Generation aller Zeiten.
Sein öffentliches Debüt feierte der GEN4 auf dem Circuit Paul Ricard, wo Citroën Racing während der Tests eine auffällige Tarnlackierung präsentierte. Das neue Modell ist der erste Einsitzer in der Geschichte der FIA mit permanentem Allradantrieb. Es beschleunigt in nur 1,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h – schneller als ein modernes Formel-1-Auto – und kann bis zu 600 kW (816 PS) ohne Durchdrehen der Räder abrufen.
Die betonierte Vorfeldfläche in Tempelhof stellt eine zusätzliche Herausforderung dar: Ihre raue Oberfläche führt zu extremem Reifenverschleiß und Hitzeentwicklung. Zudem ist der GEN4 als "kreislauffähiges" Fahrzeug konzipiert – gebaut aus recycelten Materialien und mit einer vollständig wiederverwertbaren Batterie, was den Nachhaltigkeitsanspruch der Formel E unterstreicht.
In der Meisterschaftswertung führt Wehrlein mit 83 Punkten vor Edoardo Mortara (72 Punkte). Da Costas jüngste Leistungen machen ihn zum ernsthaften Anwärter, wenn die Serie in den Berlin-Doppellauf geht.
Der Berlin E-Prix wird Fahrer und Technik auf einer der anspruchsvollsten Strecken des Kalenders auf die Probe stellen. Angesichts der Rekordgeschwindigkeit des GEN4 und der belastenden Tempelhof-Oberfläche müssen die Teams Leistung und Haltbarkeit sorgfältig abwägen. Das Rennen könnte eine entscheidende Rolle im Kampf um den Titel spielen.






