Berlin plant riesiges Stadtquartier "Stadteingang West" mit olympischer Option
Tobias SeidelBerlin plant riesiges Stadtquartier "Stadteingang West" mit olympischer Option
Berlin treibt die Pläne für ein großes neues Stadtquartier mit dem Namen Stadteingang West voran. Das Projekt soll ein 45 Hektar großes Gelände im äußersten Westen der Stadt in ein Wohnviertel für bis zu 5.000 Einwohner verwandeln. Geplant ist zudem die Möglichkeit eines Olympischen Dorfs, falls Berlin künftige Spiele ausrichten sollte.
Herzstück der Entwicklung wird der ehemalige Güterbahnhof Grunewald sein, der zwischen den S-Bahn-Stationen Westkreuz und Grunewald liegt. Der Berliner Senat hat kürzlich den Rahmenplan gebilligt und damit den Weg für den Bau in den kommenden zehn Jahren geebnet.
Das Vorhaben ist Teil umfassender Infrastrukturveränderungen, darunter der Umbau des Autobahndreiecks Funkturm in Charlottenburg-Wilmersdorf. Mindestens 2.400 neue Wohnungen sind vorgesehen, von denen ein Teil während der Olympischen oder Paralympischen Spiele als Unterkunft für Athleten dienen könnte. Nach den Spielen würden diese Einheiten in langfristige Mietwohnungen umgewandelt.
Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Howoge übernimmt die Federführung bei der Umsetzung. Die Entscheidung des Senats markiert einen entscheidenden Schritt, um aus der lange diskutierten Vision Wirklichkeit werden zu lassen.
Der Stadteingang West wird Tausende neue Wohnungen an den westlichen Rand Berlins bringen. Sollte die Stadt den Zuschlag für die Olympischen Spiele erhalten, könnte ein Teil des Quartiers vorübergehend Athleten beherbergen. Die Bau- und Umbaumaßnahmen sollen bis in die 2030er-Jahre andauern.






