Berlins "Haus der Statistik" wird zum lebendigen Kultur- und Wohnort umgestaltet
Anton WolfBerlins "Haus der Statistik" wird zum lebendigen Kultur- und Wohnort umgestaltet
Berlins lange verfallenes „Haus der Statistik“ erwacht zu neuem Leben
Das seit Jahren leer stehende Bürogebäude, das einst Fledermäusen und Vögeln als Zuflucht diente, wird nun zu einem lebendigen Gemeinschaftsort umgestaltet. Diese Woche begannen die Arbeiten für die erste Bauphase – symbolisch markiert durch die Schlüsselübergabe.
Das Haus der Statistik entstand zwischen 1968 und 1970 als Sitz der Staatsstatistik der DDR. Nach der Wiedervereinigung stand es über ein Jahrzehnt leer. Ein Abriss war zeitweise im Gespräch, doch Künstler setzten sich für den Erhalt ein und verwiesen auf das ungenutzte Potenzial des Ortes.
Bevor das Statistikgebäude erbaut wurde, befand sich auf dem Gelände ein jüdisches Altenheim, das in der NS-Zeit enteignet worden war – eine historische Last, die die heutige Wiederbelebung des Ortes umso bedeutender macht. 2017 übertrug der Bund das Eigentum an das Land Berlin.
Nun werden die ersten sechs Stockwerke von Gebäude A saniert. Bis 2032 sollen hier bezahlbarer Wohnraum, ein Bürgerzentrum sowie Räume für Kunst, Kultur und soziale Einrichtungen entstehen. Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) und Berlins Senator für Stadtentwicklung, Christian Gaebler (CDU), nahmen am Dienstag an der Auftaktveranstaltung teil.
Der Bund steuert 3,27 Millionen Euro zum Projekt bei. Nach der Fertigstellung soll Gebäude A als sozialer Knotenpunkt dienen – mit Werkstätten, Beratungsstellen und kreativen Initiativen.
Die Umgestaltung des Hauses der Statistik leitet ein neues Kapitel für den Standort ein. Aus einem jahrzehntelang vernachlässigten Bau wird ein Zentrum für Wohnen, Kultur und öffentliche Dienstleistungen. Die Verantwortlichen erwarten, dass das Projekt das Viertel bis Anfang der 2030er-Jahre prägen wird.






