Brandenburg und Bundeswehr stärken politische Bildung an Schulen durch neue Kooperation
Anton WolfBrandenburg und Bundeswehr stärken politische Bildung an Schulen durch neue Kooperation
Brandenburgs Bildungsministerium und die Bundeswehr unterzeichnen Kooperationsvereinbarung zur Förderung der schulischen Bildung
Das Bildungsministerium Brandenburgs und die Bundeswehr haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um die Bildungsarbeit an Schulen zu unterstützen. Die Vereinbarung schafft einen rechtlichen Rahmen für die bereits bestehende Zusammenarbeit der beiden Institutionen. Sie ermöglicht es Jugendoffizieren, auf Einladung der Schulen als externe Referentinnen und Referenten den Unterricht zu besuchen.
Das Abkommen führt eine verbindliche Struktur für gemeinsame Aktivitäten ein. Jugendoffiziere können demnach am Unterricht teilnehmen, um über deutsche Außen- und Sicherheitspolitik, Krisenmanagement sowie nationale und europäische Sicherheitsinteressen zu sprechen. Ihre Rolle ist rein beratend, und sie müssen sich an den Beutelsbacher Konsens halten, der eine Indoktrination ausdrücklich verbietet.
Die Schulen behalten die volle Entscheidungshoheit darüber, ob sie das Angebot nutzen möchten. Unterrichtsbesuche müssen sich am bestehenden Lehrplan orientieren. Oberst Nikolas Scholtka, Leiter des Landeskommandos Brandenburg, betonte den Wert einer vielseitigen Auseinandersetzung mit Sicherheitsthemen.
Ziel der Vereinbarung ist es zudem, das kritische Denken der Schülerinnen und Schüler zu schärfen und ihnen ein besseres Verständnis für die staatlichen Verantwortlichkeiten in Sicherheitsfragen zu vermitteln.
Die parlamentarische Gruppe der BSW übt scharfe Kritik an der Kooperation. Sie bezeichnete die Zusammenarbeit als „institutionalisierte Kriegpropaganda“ und forderte deren sofortige Aussetzung. Die Zukunft des Programms hängt nun davon ab, wie die Schulen das Angebot annehmen und ob politischer Druck zu Änderungen führt.






