11 April 2026, 02:04

Brandenburgs Innenminister kritisiert Cannabis-Legalisierung: Schwarzmarkt wächst trotz neuer Gesetze

Gruppe von Menschen mit einem "Legalise Cannabis Ireland"-Schild um ein Auto mit sichtbaren Papieren darin, vor Gebäuden und einem klaren Himmel.

Brandenburgs Innenminister kritisiert Cannabis-Legalisierung: Schwarzmarkt wächst trotz neuer Gesetze

Zwei Jahre nach der teilweisen Legalisierung von Cannabis in Deutschland hat Brandenburgs Innenminister Jan Redmann die Folgen kritisiert. Zwar arbeiten Anbauvereine legal, doch der Schwarzmarkt bleibt stark. Behörden melden nun wachsende Bedenken bei der Verkehrssicherheit und drogenbedingten Straftaten.

Das Gesetz, das Erwachsenen den Besitz und Konsum von Cannabis erlaubt, trat am 1. April 2024 in Kraft. Bereits im Juli desselben Jahres durften nicht-kommerzielle Anbauvereine mit bis zu 500 Mitgliedern die Droge legal anbauen und verteilen. Brandenburg hat seitdem 21 solche Vereine genehmigt, sechs weitere Anträge sind noch in Bearbeitung.

Bei Kontrollen dieser Vereine gab es in 26 Überprüfungen weder Verstöße noch Bußgelder. Dennoch, so Redmann, könne das legale Angebot die Nachfrage nicht decken. Stattdessen florieren illegale Händler weiter – einige erweitern sogar ihre Netzwerke für härtere Drogen.

Auch die Zahl der Verkehrsvorfälle in Verbindung mit Cannabis ist gestiegen. 2025 stiegen die Verdachtsfälle von Fahren unter Einfluss um 31,5 Prozent – von 1.313 auf 1.727. Leichte Zunahmen gab es bei Unfällen mit Cannabis-Einfluss: von 115 im Jahr 2024 auf 119 im vergangenen Jahr.

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Die CDU Brandenburg hat darauf reagiert und für die Abschaffung der Teillegalisierung gestimmt. Redmann argumentiert, das Gesetz habe den Schwarzmarkt nur gestärkt und neue Risiken im Straßenverkehr geschaffen. Der angestrebte Wandel vom illegalen zum legalen Cannabis sei ausgeblieben, so die Behörden. Angesichts gestiegener Verkehrsdelikte und des weiterhin dominierenden Schwarzmarkts fordert die CDU nun eine vollständige Rücknahme. Die Debatte über die Zukunft der Legalisierung wird sich angesichts neuer Daten und wachsendem politischen Druck weiter verschärfen.

Quelle