Brandenburgs Nahverkehrsstreiks enden mit Tarifabschluss und 8,1 Prozent mehr Lohn
Luisa HofmannBrandenburgs Nahverkehrsstreiks enden mit Tarifabschluss und 8,1 Prozent mehr Lohn
Kommunale Nahverkehrsbeschäftigte in Brandenburg einigen sich auf neuen Tarifvertrag nach wochenlangen Verhandlungen
Nach wochenlangen Verhandlungen haben die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr Brandenburgs einen neuen Tarifabschluss erzielt. Die Einigung folgt auf eine Reihe von Warnstreiks, die den Bus- und Straßenbahnverkehr in der gesamten Region lahmlegten. Beide Seiten haben die Bedingungen nun bestätigt und damit sichergestellt, dass es über Ostern zu keinen weiteren Ausfällen kommt.
Die Gespräche waren zuvor ins Stocken geraten, was zu wiederholten Arbeitsniederlegungen führte, die den Verkehr in mehreren Städten für bis zu zwei Tage komplett zum Erliegen brachten. Die Streiks verursachten Verspätungen und Ausfälle, die Pendler und Reisende gleichermaßen betrafen.
Der nun vereinbarte Tarifvertrag gilt für einen Zeitraum von 27 Monaten und sieht eine Gesamtlohnerhöhung von 8,1 Prozent vor. Umgerechnet entspricht das einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung von 3,6 Prozent. Die Beschäftigten erhalten ab dem 1. April 2026 eine Lohnerhöhung von 3,2 Prozent, gefolgt von weiteren 2,5 Prozent ab dem 1. April 2027.
Zusätzlich zum neuen Tarif erhalten die Mitarbeiter eine einmalige Zahlung von 160 Euro für die ersten drei Monate. Mit der Einigung ist die Gefahr weiterer Streiks gebannt, was sowohl für die Belegschaft als auch für die Fahrgäste Planungssicherheit schafft.
Der neue Tarifvertrag beendet wochenlange Unsicherheit für das öffentliche Verkehrsnetz in Brandenburg. Mit gestaffelten Lohnerhöhungen über zwei Jahre und einer Einmalzahlung profitieren die Beschäftigten schrittweise von besseren Einkommensbedingungen. Die Verkehrsbetriebe können nun ohne Unterbrechungen durch die Osterzeit und darüber hinaus fahren.






