Bremerhaven investiert 56 Millionen Euro in den Ausbau des Hafengüterbahnhofs Speckenbüttel
Anton WolfBremerhaven investiert 56 Millionen Euro in den Ausbau des Hafengüterbahnhofs Speckenbüttel
Bahnhof Speckenbüttel im Bremerhavener Hafen wird deutlich ausgebaut und digital aufgerüstet
Der Bahnhof Speckenbüttel im Bremerhavener Hafen durchläuft derzeit eine umfassende Erweiterung und digitale Modernisierung. Das rund 56 Millionen Euro teure Projekt umfasst den Bau von sieben neuen Gleisabstellgruppen sowie die Installation eines modernen elektronischen Stellwerks. Die Maßnahmen sollen die Kapazität und Effizienz eines der meistfrequentierten Güterverkehrsknotenpunkte Deutschlands deutlich steigern.
Aktuell verfügt der Bahnhof über 16 Abstellgleise, doch die Nachfrage hat die bestehenden Kapazitäten nahezu erreicht. Um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden, entstehen die neuen Gleise direkt neben den bestehenden – ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen. Durch diese sorgfältige Planung bleibt der Güterverkehr auch während der Bauarbeiten reibungslos aufrechterhalten.
Speckenbüttel spielt eine zentrale Rolle für die Bremer Häfen: Hier wird mehr als die Hälfte des gesamten Containerhinterlandverkehrs abgewickelt. Zudem werden etwa 80 Prozent der Roll-on/Roll-off-Fracht (RoRo) umgeschlagen, darunter Autos, Landmaschinen und militärische Fahrzeuge. Die Erweiterung wird dazu beitragen, diese hohe Auslastung künftig noch effizienter zu bewältigen.
Ein Kernstück der Aufrüstung ist das neue digitale Stellwerk, das die Koordination zwischen Schienen- und Hafenlogistik deutlich verbessern soll. Durch optimierte Abläufe werden Verzögerungen reduziert und die Gesamtproduktivität gesteigert. Die Bauarbeiten sollen bis Anfang 2028 abgeschlossen sein.
Nach Fertigstellung wird der ausgebauten Bahnhof nicht nur mehr Kapazitäten bieten, sondern auch eine schnellere Abfertigung von Frachtgütern ermöglichen. Die Investition von 56 Millionen Euro festigt Bremerhavens Position als einer der wichtigsten Güterverkehrsdrehkreuze Deutschlands. Gleichzeitig legt das Projekt den Grundstein für künftiges Wachstum in der Schienen- und Hafenlogistik.






