14 March 2026, 00:05

BSW scheitert in Baden-Württemberg mit nur 1,4 Prozent der Stimmen

Ein deutscher Propagandaplakat für die Nazi-Partei mit zwei Männern auf einem Sofa.

BSW scheitert in Baden-Württemberg mit nur 1,4 Prozent der Stimmen

Die Sahra-Wagenknecht-Allianz (BSW) hat bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg eine herbe Niederlage erlitten. Die Partei erreichte lediglich 1,4 Prozent der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in den Landtag. Dieses Ergebnis bedeutet einen weiteren Rückschlag für die BSW, die in Westdeutschland seit Langem mit stark sinkender Unterstützung kämpft.

Das Abschneiden der Partei blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück – selbst unter den Umfragewerten vor der Wahl. Mehr als zwei Drittel ihrer früheren Wähler wandten sich ab, sodass die BSW nur noch auf 76.000 Stimmen kam – im Vergleich zu über 260.000 bei der Bundestagswahl im Februar. Damit landete sie sogar hinter der Tierschutzpartei, einer kleinen Konkurrenzpartei.

Parteivertreter taten sich schwer, den Absturz zu erklären. Generalsekretär Oliver Ruhnert bezeichnete das Ergebnis als "schlecht, nicht das, was wir uns vorgenommen hatten" und gab zu, dass sich der Wählerverlust nur schwer begründen lasse. Spitzenkandidat Joachim Tabler verwies auf einen polarisierten Wahlkampf, der vom direkten Duell zwischen CDU und Grünen dominiert worden sei – die BSW sei dabei mit ihren Themen kaum wahrgenommen worden.

Die Niederlage reiht sich in eine Serie schwacher Ergebnisse in westdeutschen Bundesländern ein. In Hamburg und Nordrhein-Westfalen hatte die Partei bereits an Boden verloren. Aktuelle Umfragen sehen die BSW in Rheinland-Pfalz unter der Fünf-Prozent-Hürde, auf Augenhöhe mit Splitterparteien. Ruhnert betonte zwar, die BSW entwickle sich nicht zu einer rein ostdeutschen Kraft, doch seit 2024 schneidet sie in den ostdeutschen Bundesländern deutlich besser ab.

Bei der Bundestagswahl im Februar verfehlte die BSW die Fünf-Prozent-Hürde knapp – um weniger als 10.000 Stimmen. Zwar gab es Vorwürfe wegen möglicher Zählfehler, doch die Probleme in Westdeutschland bestehen fort. Analysten führen den Niedergang auf geringe Bekanntheit im Westen und Verwechslungen mit anderen Kleinparteien zurück.

Die Zukunft der BSW in Westdeutschland bleibt ungewiss. Mit schrumpfenden Wähleranteilen und ohne Vertretung im Stuttgarter Landtag muss sich die Partei neu aufstellen – noch vor der anstehenden Wahl in Rheinland-Pfalz. Die Führung hat die Herausforderungen eingeräumt, doch eine konkrete Strategie zur Trendwende fehlt bisher.

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