Bundesbeauftragter warnt: Linker Eigentumsstreit schadet Investitionen mehr als die AfD
Luisa HofmannBundesbeauftragter warnt: Linker Eigentumsstreit schadet Investitionen mehr als die AfD
Der Bundesbeauftragte für Auslandsinvestitionen, Martin Blessing, hat Bedenken hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen linker Debatten über Eigentumsrechte geäußert. Seiner Ansicht nach könnten solche Diskussionen ausländische Investitionen stärker abschrecken als der Aufstieg der rechtspopulistischen AfD.
Blessing übernahm sein Amt im September 2025, nachdem ihn Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ernannt hatte. Seine Warnungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem linksgerichtete und grüne Parteien in Berlin Eingriffe in den Wohnungsmarkt fordern – darunter auch Enteignungen. Ähnliche Vorschläge finden sich zudem im Wahlprogramm der Linken.
Wie Blessing betonte, gelten Deutschland aus Sicht ausländischer Investoren zwar als stabiles Land. Doch gerade Forderungen nach Enteignungen und Eingriffen in Eigentumsverhältnisse verunsicherten Unternehmen stärker als die hohen Umfragewerte der AfD. Selbst eine rechtspopulistisch geprägte Regierungskoalition – wie etwa in Österreich mit der FPÖ – schrecke Investoren nicht zwingend ab, führte er aus.
Der Investitionsbeauftragte rief die Bundesregierung dazu auf, das positive internationale Image Deutschlands zu nutzen. Eine mögliche linksgerichtete Mehrheit berge seiner Meinung nach größere Risiken für das Investorenvertrauen als Wahlerfolge der AfD.
Ausländische Unternehmen zeigten sich bislang weniger beunruhigt über mögliche AfD-Erfolge bei Landeswahlen. Die Regierung könnte nun verstärkt daran arbeiten, Deutschlands Attraktivität für Investoren zu stärken. Angesichts der anhaltenden politischen Debatten bleibt wirtschaftliche Stabilität vorrangiges Ziel.






