CDU hält Kreistagssitz in der Uckermark gegen AfD-Herausforderer
Die CDU hat bei einer mit Spannung verfolgten Wahl einen wichtigen Kreistagssitz in Ostdeutschland verteidigt. Karina Dörk besiegte den AfD-Herausforderer Felix Teichner in der Uckermark mit klarem Abstand. Das Ergebnis kommt zu einer Zeit, in der die rechtspopulistische Partei in diesem Jahr bei Landeswahlen Rückschläge hinnehmen muss.
Trotz jüngster Zugewinne in bundesweiten Umfragen gelingt es der AfD nicht, diese Unterstützung in lokale Wahlerfolge umzumünzen. Nur zwei ihrer 26 Kandidaten für Bürgermeister- und Kreistagswahlen setzten sich 2024 durch.
Karina Dörk sicherte sich ihren Sitz in der Uckermark mit einem deutlichen Sieg gegen Felix Teichner, der als AfD-Abgeordneter antrat. Während ihres Wahlkampfs lehnte sie Diskussionen über eine „Brandmauer“ gegen die AfD ab und bezeichnete solche Debatten als „Scheinprobleme“. Ihr Erfolg stellt einen der seltenen Lichtblicke für die CDU in einer Region dar, in der die Partei zunehmend an Zuspruch verliert.
Die Verluste der AfD beschränken sich nicht auf die Uckermark. Zwar liegt die Partei in bundesweiten Umfragen mit zwei bis drei Punkten vor der Union, doch auf lokaler Ebene bleibt ihr Erfolg aus. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ist die AfD jedoch weiterhin stark und kommt in Umfragen vor den Landtagswahlen auf 41 bzw. 36 Prozent. Ihre einzigen jüngeren Erfolge verzeichnete sie in Altenberg (Sachsen) mit André Barth und in Zehdenick (Brandenburg) mit René Stadtkewitz.
Die Wählerwanderungen zeigen ein gemischtes Bild. Nur wenige ehemalige CDU/CSU-Anhänger wechselten zur AfD; viele entscheiden sich stattdessen für Wahlenthaltung oder unterstützen linksgerichtete Parteien. Die jüngste Folge des wöchentlichen Politik-Podcasts Bundestalk analysiert Strategien gegen den Aufstieg der AfD. Die Sendung ist auf Spotify, Deezer, iTunes und der offiziellen Website verfügbar.
Das Ergebnis in der Uckermark unterstreicht die ungleichmäßige Entwicklung der AfD trotz ihrer Führung in bundesweiten Umfragen. Zwar dominiert die Partei in einigen ostdeutschen Bundesländern, doch in den meisten lokalen Wahlen scheitern ihre Kandidaten. Die erfolgreiche Verteidigung des Sitzes durch die CDU bietet einen seltenen Kontrast zur ansonsten starken Dynamik der AfD.






