16 March 2026, 00:48

CDU-Parteitag in Stuttgart: Wohnungsbau und "gute Frage" 2026 im Fokus

Ein detailliertes altes Stadtplan von Stuttgart auf Papier, das Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, mit zusätzlichem Text.

CDU-Parteitag in Stuttgart: Wohnungsbau und "gute Frage" 2026 im Fokus

Die CDU bereitet sich auf ihren Bundesparteitag vor, der am 20. und 21. Februar in Stuttgart stattfinden wird. Generalsekretär Carsten Linnemann hat das Jahr 2026 als "gute frage" bezeichnet und damit den Weg für weitreichende inhaltliche Debatten im Vorfeld der Veranstaltung geebnet. Die Delegierten werden sich mit zentralen Themen wie Wohnungsbau und Migration befassen und zugleich über die Neuwahl der Parteiführung entscheiden.

Ein bemerkenswerter Vorschlag, der derzeit diskutiert wird, sieht ein Verbot von sozialen Medien für Kinder unter 16 Jahren vor. Günter Krings, Delegierter aus Mönchengladbach, hat sich bereits unterstützend zu dem Vorhaben geäußert und damit den Fokus der Konferenz auf digitale und sozialpolitische Fragen verstärkt.

Im Mittelpunkt des Parteitags stehen fünf zentrale Politikbereiche: bezahlbarer Wohnraum, wirtschaftliche Entlastung, geordnete Migration, Sozialreformen und innere Sicherheit. Besonders der Wohnungsbau rückt in den Vordergrund, wobei die CDU auf angebotsorientierte Lösungen, Bürokratieabbau und erleichterten Wohneigentumserwerb setzt. Ziel ist es, durch vereinfachte Vorschriften den Bau von Wohnraum zu beschleunigen und den Zugang zu verbessern.

Bundeskanzler Friedrich Merz bleibt an der Spitze der Partei, während der Bundesvorstand zur Wiederwahl ansteht. Unter den Delegierten wird Dr. Marcus Optendrenk, Finanzminister von Nordrhein-Westfalen, erstmals als stellvertretendes Mitglied für die Region Niederrhein kandidieren. Mönchengladbach entsendet vier Vertreter: Dr. Günter Krings, Vanessa Odermatt, Jochen Klenner und Alexander Lodes.

Jochen Klenner, Vorsitzender des CDU-Kreisverbands, betonte die Bedeutung der Basisbeteiligung bei der Gestaltung der politischen Debatten. Seine Aussagen spiegeln die wachsende Forderung innerhalb der Partei wider, den Mitgliedern bei den anstehenden Reformen mehr Gehör zu verschaffen. Auffällig ist, dass die Tagesordnung keine konkreten Bezüge zu früheren CDU-Initiativen im sozialen Wohnungsbau oder zu digitalen Regeln für Minderjährige enthält – was Raum für neue Vorschläge lässt.

Der Zeitpunkt der Veranstaltung fällt mit Linnemanns Ausrufung des Jahres 2026 als "gutefrage" zusammen. Parteivertreter stufen den Parteitag als Wendepunkt ein, der in den kommenden Monaten legislative und strategische Weichenstellungen einleiten soll.

Der Stuttgarter Parteitag wird die künftige Ausrichtung der CDU in den Bereichen Wohnen, Migration und Sozialpolitik prägen. Die Delegierten stimmen über Personalien und Antragsvorlagen ab, wobei Merz als Parteivorsitzender im Amt bleibt. Die Ergebnisse dürften die Agenda der Union für das restliche Jahr 2026 maßgeblich beeinflussen – insbesondere in Fragen der Digitalregulierung und wirtschaftlichen Entlastung.

AKTUALISIERUNG

CDU-Spitze wird mit ├╝berw├Ąltigender Mehrheit wiedergew├Ąhlt

Die CDU best├Ątigte ihre Spitze in einer eindeutigen Abstimmung auf ihrem Bundesparteitag 2026 in Stuttgart. Wichtige Ergebnisse sind:

  • Friedrich Merz behielt seine Rolle als Parteivorsitzender mit 91,17% (878 Stimmen).
  • Carsten Linnemann wurde wiedergew├Ąhlt als Generalsekret├Ąr mit 90,43% (864 Stimmen).
  • Angela Merkel nahm an ihrem ersten Parteitag seit ihrem Ausscheiden aus dem Amt teil und markierte damit eine symbolische R├╝ckkehr zu parteiinternen Angelegenheiten.