Daimler plant radikale Umstrukturierung für mehr Wettbewerbsfähigkeit
Tobias WernerDaimler plant radikale Umstrukturierung für mehr Wettbewerbsfähigkeit
Daimler prüft weitreichende strukturelle Veränderungen, um im sich wandelnden Automobilmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Unternehmen erwägt, die Sparten Mercedes-Benz Pkw & Transporter sowie Daimler Lkw & Bus in eigenständige rechtliche Einheiten umzuwandeln. Eine endgültige Entscheidung der Vorstands- und Aufsichtsräte steht jedoch noch aus.
Der Vorstand hat dem Vorhaben bereits eine grundsätzliche Zustimmung erteilt. Bevor Änderungen in Kraft treten, ist jedoch noch die Zustimmung der Aktionäre erforderlich. Falls der Plan umgesetzt wird, würden die beiden Bereiche als unabhängige Einheiten mit Sitz in Deutschland weitergeführt.
Daimler hat sich mit den Arbeitnehmervertretern auf einen Rahmen geeinigt, der die Beschäftigungssicherheit bis Ende 2029 verlängert. Im Rahmen der Initiative „Zukunftssicherung 2030“ sind betriebsbedingte Kündigungen in diesem Zeitraum ausgeschlossen. Zudem wird das Unternehmen 3 Milliarden Euro in seine Pensionskasse einbringen.
Vorstandsvorsitzender Dieter Zetsche betonte die Notwendigkeit, dass sich das Unternehmen anpassen müsse, um konkurrenzfähig zu bleiben. Für die mögliche Umstrukturierung plant Daimler einen Betrag im dreistelligen Millionenbereich bereitzustellen. Trotz der Veränderungen gab das Unternehmen bekannt, dass keine Geschäftseinheiten ausgegliedert, keine Kostensenkungsmaßnahmen ergriffen und keine Effizienzprogramme oder Personalabbauvorhaben verfolgt werden.
Ziel der geplanten Neuaufstellung ist es, Daimler langfristig erfolgreich zu positionieren. Die Sparten würden zwar als eigenständige Einheiten agieren, ihre Hauptsitze jedoch in Deutschland behalten. Arbeitnehmerschutz und Pensionszahlungen bilden zentrale Bestandteile der Vereinbarung.






