Deutscher Fahrzeugmarkt 2024: Leichter Aufschwung dank Gebrauchtwagen und Dezember-Rallye
Luisa HofmannDeutscher Fahrzeugmarkt 2024: Leichter Aufschwung dank Gebrauchtwagen und Dezember-Rallye
Deutschlands Fahrzeugmarkt zeigte 2024 gemischte Trends: Einige Segmente wuchsen, andere verzeichneten Rückgänge. Bis Ende November lagen die Gesamtumsätze leicht unter dem Vorjahresniveau. Doch die Dezemberzahlen offenbarten einen deutlichen Aufschwung, sodass das Jahr positiv endete.
Im gesamten Jahr 2024 wechselten in Deutschland 7,600.745 Kraftfahrzeuge den Besitzer – ein Plus von 1 Prozent gegenüber 2023. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) meldete zudem 438.185 Anhänger-Übertragungen, ein Anstieg um 3,2 Prozent. Fast alle Fahrzeugkategorien verzeichneten Zuwächse, mit Ausnahme von Bussen, die um 2,7 Prozent zurückgingen.
Allein im Dezember gab es 485.953 Halterwechsel – ein starker Anstieg um 8,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dieser späte Schub mildert die zuvor schwache Marktentwicklung ab, auch wenn die Umsätze bis Ende November noch 0,1 Prozent unter dem Niveau von 2023 lagen.
Der Gebrauchtwagenmarkt stabilisierte die Branche. Während die Preise für Neuwagen von 43.530 Euro (2024) auf 44.560 Euro (2025) stiegen, sanken die Gebrauchtwagenpreise – was die Nachfrage anheizte. Die Neuzulassungen kletterten leicht auf 2,858 Millionen (2025), während der Gebrauchtwagenabsatz um 0,5 Prozent auf 6,51 Millionen zunahm. Wirtschaftliche Belastungen und sinkende Werte für gebrauchte Elektroautos beeinflussten zudem die Kaufentscheidungen.
Die Zahlen von 2024 unterstreichen die Resilienz des Gebrauchtwagenmarkts, trotz steigender Neuwagenkosten. Mit fast 1,9 gebrauchten Fahrzeugen pro Neuwagen blieb die Erschwinglichkeit ein zentraler Faktor. Die KBA-Daten bestätigen eine stetige Erholung nach der Pandemie, auch wenn der Busmarkt weiterhin hinter anderen Segmenten zurückblieb.






