Duisburgs "Innovation Lab": Hightech und Minigolf für die Polizei – lohnt sich das 4,66-Millionen-Projekt?
Tobias SeidelDuisburgs "Innovation Lab": Hightech und Minigolf für die Polizei – lohnt sich das 4,66-Millionen-Projekt?
Duisburgs "Innovation Lab": Hightech und ungewöhnliche Annehmlichkeiten für die Polizei
Mit hochmoderner Ausstattung und ungewöhnlichen Extras hat Duisburgs neues Innovation Lab für die Polizei seine Pforten geöffnet. Die 4,66 Millionen Euro teure Einrichtung verfügt über einen vollautomatischen Kaffeeautomaten, einen Wellnessbereich und sogar eine Minigolfanlage. Doch nicht alle Bereiche wirken gepflegt – ein Überwachungsstandort liegt verlassen da, die Technik defekt.
Das 530 Quadratmeter große Labor wurde ohne vorherige Kosten-Nutzen-Analyse vom Landesamt für Polizeidienste errichtet. Im Inneren erwarten die Beamten Annehmlichkeiten, die die Moral stärken und Korruption vorbeugen sollen – darunter ein Heimkino, in dem Forensik-Teams Folgen der Serie CSI studieren. Der technikaffine Raum beherbergt zudem einen Kaffeeautomaten in der Größe eines Doppel-Schrankes mit 100 individuellen Einstellungen für Barista-Qualität. Hauptkommissar Klaus Brandner bedient die Maschine oft selbst.
Doch ein Bereich des Labs wirkt vernachlässigt: Ein Überwachungsposten mit kaputtem Fernseher und einem verschwundenen Roboterhund namens Spot. Trotzdem blickt Brandner optimistisch in die Zukunft des Projekts. Bei Erfolg soll das Konzept auf Polizeistationen in ganz Nordrhein-Westfalen ausgeweitet werden.
Das Labor verbindet Luxus und Technologie, um die Polizeiarbeit zu modernisieren. Die einzigartigen Einrichtungen sollen sowohl das Wohlbefinden der Beamten als auch forensische Fähigkeiten verbessern. Ob sich die Investition von 4,66 Millionen Euro langfristig auszahlt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.






