EU-Verschärfungen machen Online-Einkäufe aus Drittländern ab Juli deutlich teurer
Luisa HofmannEU-Verschärfungen machen Online-Einkäufe aus Drittländern ab Juli deutlich teurer
EU-weite Neuregelungen: Online-Käufe aus Drittländern werden teurer und komplizierter
Ab dem 1. Juli 2023 müssen sich Verbraucher, die bei Händlern außerhalb der EU bestellen, auf höhere Kosten und mehr Bürokratie einstellen. Die neuen Vorschriften machen Einkäufe bei Nicht-EU-Anbietern spürbar teurer. Zusätzliche Gebühren und strengere Zollkontrollen werden schrittweise in den kommenden Jahren eingeführt.
Neue Abgaben ab Juli 2023 Ab diesem Sommer fallen bei Bestellungen aus Drittländern zusätzliche Kosten an. Auf Sendungen mit einem Wert unter 150 Euro wird eine pauschale Zollgebühr von 3 Euro pro Produktkategorie erhoben – zusätzlich zur bereits bestehenden Einfuhrumsatzsteuer. Die Zollverwaltung hat einen Online-Rechner bereitgestellt, mit dem Verbraucher die anfallenden Kosten vorab abschätzen können.
Günstige Artikel könnten durch die neuen Abgaben deutlich teurer werden. Ein Handyhülle für 7 Euro könnte nach Gebühren fast 20 Euro kosten. Käufer sollten vor dem Kauf die Impressumsangaben und Versandbedingungen des Händlers prüfen, da dort der Firmensitz und mögliche versteckte Kosten ersichtlich sind.
Rückgaben an Nicht-EU-Händler oft problematisch Auch die Rücksendung von Waren an Händler außerhalb der EU könnte schwieriger werden. Verbraucherrechte wie Rückerstattungen oder Garantieansprüche sind bei Anbietern aus Drittländern oft nur schwer durchsetzbar.
Weitere Verschärfungen ab 2026 Am 1. November 2026 tritt eine zusätzliche Zollgebühr für Sendungen unter 150 Euro in Kraft. Die genaue Höhe wird von der Europäischen Kommission festgelegt. Ab etwa 2028 werden dann alle Lieferungen aus Nicht-EU-Ländern ab dem ersten Euro zollpflichtig sein – vorausgesetzt, alle EU-Mitgliedstaaten können eingehende Waren vollständig kontrollieren und abfertigen.
Innerhalb der EU bleibt es meist steuer- und zollfrei Für Einkäufe innerhalb des Binnenmarkts ändert sich wenig: Die meisten Waren bleiben abgabenfrei. Ausnahmen bilden Kaffee, Alkohol, Tabakwaren und ähnliche Ersatzprodukte.
Fazit: Höhere Kosten, mehr Aufwand Die neuen Regeln bedeuten für Verbraucher, die außerhalb der EU bestellen, höhere Preise und mehr Aufwand. Käufer müssen mit Zusatzgebühren und möglichen Problemen bei Rücksendungen rechnen. Die Änderungen werden schrittweise umgesetzt, die vollständige Umsetzung ist bis 2028 geplant.






