Ex-Diplomaten fordern US-Wähler auf: Stärkt die Demokraten gegen Trumps Politik
Luisa HofmannEx-Diplomaten fordern US-Wähler auf: Stärkt die Demokraten gegen Trumps Politik
Ehemalige Diplomaten Heusgen und Murphy rufen US-Wähler zur Unterstützung der Demokraten auf
Die früheren Diplomaten Christoph Heusgen und Philip Murphy haben US-Bürger aufgefordert, bei den Zwischenwahlen 2022 Kandidaten der Demokratischen Partei zu wählen. Ihrer Ansicht nach würde ein Machtwechsel dazu beitragen, Donald Trumps Außenpolitik entgegenzuwirken und die Stabilität in den transatlantischen Beziehungen wiederherzustellen. Der Appell erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über Trumps Haltung gegenüber Europa und internationalen Institutionen.
Heusgen und Murphy werfen Trump vor, Europa eher als Gegner denn als Verbündeten zu behandeln. Als Beispiele nennen sie seine wiederholten Zweifel an der Bindung der USA an die NATO sowie seine konfrontative Handelspolitik. Beide warnen, dass der einseitige Kurs der USA die Zusammenarbeit schwäche und langfristige Interessen gefährde.
Die beiden Diplomaten kritisieren zudem Trumps Innenpolitik und beschuldigen ihn, die Gewaltenteilung auszuhebeln. Als Belege führen sie Druck auf die Justiz sowie die Besetzung federaler Behörden mit loyalen Gefolgsleuten an – Anzeichen für eine Erosion demokratischer Kontrollmechanismen.
Mit Blick auf die Zukunft zeigen sich Heusgen und Murphy zuversichtlich, dass die Demokraten im November die Mehrheit im Repräsentantenhaus zurückerobern und möglicherweise sogar den Senat gewinnen könnten. Ein Sieg der Demokraten, so ihre Argumentation, würde das transatlantische Bündnis neu bekräftigen und bis 2028 zu konstruktiveren Handelsbeziehungen mit der EU führen.
Über die Wahlen hinaus schlagen die Autoren eine gemeinsame deutsch-amerikanische Initiative zur Reform des UN-Sicherheitsrats vor. Ein solcher Schritt, so ihre Überzeugung, würde multilaterale Institutionen stärken und die globale Rechtsordnung festigen.
Die ehemaligen Berater betonen, dass die Einhaltung des Rechtsstaatsprinzips sowohl den USA als auch Europa zugutekommt. Ihre Strategie sieht eine engere Zusammenarbeit zwischen Deutschland und einer künftigen demokratischen Regierung vor. Sollten diese Pläne umgesetzt werden, könnten sie die transatlantischen Beziehungen und die globale Governance in den kommenden Jahren grundlegend verändern.






