FC St. Pauli setzt mit erstem Haustarifvertrag in der Bundesliga Maßstäbe
Anton WolfFC St. Pauli setzt mit erstem Haustarifvertrag in der Bundesliga Maßstäbe
FC St. Pauli führt als erster Bundesliga-Verein einen Haustarifvertrag ein
Der FC St. Pauli ist der erste Verein in der deutschen Bundesliga, der einen unternehmensweiten Tarifvertrag eingeführt hat. Die am 6. Mai 2026 unterzeichnete Vereinbarung gilt für Mitarbeiter:innen des Clubs sowie der Marketing- und Merchandising-Abteilungen. Sie markiert einen bedeutenden Wandel in der Regelung von Löhnen und Arbeitsbedingungen beim Hamburger Traditionsverein.
Der Prozess begann 2021, als Vereinsmitglieder einen Antrag auf Tarifverhandlungen einbrachten. Nach langen Verhandlungen wurde die endgültige Einigung in diesem Jahr erzielt. Erstmals werden damit standardisierte Gehaltsstufen und Entgeltgruppen eingeführt, die für mehr Transparenz bei der Bezahlung sorgen.
Die neuen Mindestgehälter gelten rückwirkend ab dem 1. Juli 2025. Der Vertrag sieht zudem verbesserte Arbeitsbedingungen und soziale Leistungen für die berechtigten Beschäftigten vor. Für Mitglieder der Gewerkschaft Verdi tritt die Regelung automatisch in Kraft, andere können sich auf Wunsch anschließen.
Der Tarifvertrag läuft bis zum 30. Juni 2028 und steht für eine strukturiertere Ausgestaltung der Arbeitsverhältnisse innerhalb des Vereins. Die Vereinbarung setzt als erste ihrer Art in der Bundesliga Maßstäbe: Sie bietet den Mitarbeiter:innen mehr Gehaltstransparenz und klare Arbeitsstandards. Der Schritt des FC St. Pauli könnte Schule machen und andere deutsche Fußballorganisationen dazu bewegen, künftig ähnliche Modelle für ihre Arbeitsverträge zu prüfen.






