05 April 2026, 10:04

FDP in Bergisch Gladbach fordert Ende der Koalitionsstreits und warnt vor 50-Millionen-Defizit

Weißer Hintergrund mit zentralem fetten schwarzen Text, der "Sozialdemokratische Partei Deutschlands" enthält, eingerahmt von einem dünnen schwarzen Rand.

FDP in Bergisch Gladbach fordert Ende der Koalitionsstreits und warnt vor 50-Millionen-Defizit

FDP in Bergisch Gladbach fordert Ende der Koalitionsdebatten – Fokus auf Finanz- und Strukturprobleme

Die FDP in Bergisch Gladbach hat ein rasches Ende der Diskussionen über Koalitionspolitik gefordert und stattdessen eine Konzentration auf drängende finanzielle und strukturelle Herausforderungen angemahnt. Der Stadtrat und FDP-Mitglied Dr. Alexander Engel argumentiert, dass konservative Parteien ihre politischen Vorhaben ohne unnötige Blockaden durchsetzen können müssten.

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Die Partei warnt, dass eine Verhinderung solcher Pläne Wähler vertreiben könnte, die sie unterstützen. Gleichzeitig steht die Stadt vor einem prognostizierten jährlichen Haushaltsdefizit von 50 Millionen Euro – und das bis zum Jahr 2030. Dies verleiht der Debatte zusätzliche Dringlichkeit.

Engel kritisiert die anhaltende Diskussion über eine "Brandmauer" als Ablenkung von den eigentlichen Problemen. Er besteht darauf, dass der Oberbürgermeister eine jüngst getroffene Entscheidung zur Deckelung der Personalkosten unverzüglich umsetzen muss. Die FDP sieht diesen Schritt als notwendige Maßnahme zur Modernisierung – besonders angesichts der schrumpfenden erwerbsfähigen Bevölkerung in der Stadt.

Die Partei betont, dass sich ihre Bedenken nicht gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst richten, sondern auf eine Neuausrichtung der Dienstleistungen für langfristige Tragfähigkeit zielen. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der städtischen Stellen um 40 Prozent gestiegen, was Fragen zur Effizienz aufwirft. Zwar sind detaillierte Personaldaten rar, doch wurde in einer Haushaltsrede 2021 festgehalten, dass im Bereich Verkehrsbau – lange unbesetzte Positionen – endlich vollständig besetzt seien, sogar mit zwei zusätzlichen Stellen.

Auch die FDP-Stadträtin Dorothee Wasmuth unterstützt den Appell, den Fokus von politischen Bündnissen auf inhaltliche Lösungen zu verlagern. Die Partei warnt, dass das Ignorieren von Finanz- und Strukturreformen die finanzielle Belastung der Stadt in den kommenden Jahren weiter verschärfen werde.

Der Vorstoß der FDP für eine Begrenzung der Personalkosten kommt zu einer Zeit, in der Bergisch Gladbach mit steigenden Ausgaben und demografischen Veränderungen kämpft. Die Partei stellt die Deckelung als entscheidenden Schritt dar, um die finanzielle Zukunft der Stadt zu sichern. Ohne strukturelle Änderungen, so die Warnung von Verantwortlichen, werde das jährliche Defizit von 50 Millionen Euro bestehen bleiben – mit der Folge, dass Spielräume für essentielle Dienstleistungen und Investitionen weiter eingeschränkt werden.

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