FDP kämpft um Überleben: Parteitag soll Neuanfang nach historischer Krise einläuten
Tobias WernerFDP kämpft um Überleben: Parteitag soll Neuanfang nach historischer Krise einläuten
Die Freie Demokratische Partei (FDP) hat am Samstag in Berlin ihren Bundesparteitag eröffnet. Die Zusammenkunft findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Partei die tiefste Krise ihrer Geschichte durchlebt – nach dem Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde bei der Bundestagswahl im Februar 2023 und dem damit verbundenen Verlust aller Mandate.
Bei der letzten Bundestagswahl erlitt die FDP einen herben Rückschlag: Sie verfehlte die Fünf-Prozent-Marke und schied damit aus dem Parlament aus. Nur einen Monat später, im März 2023, verlor sie zudem in den Landtagswahlen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ihre Vertretung in den Landesparlamenten.
Eine aktuelle Umfrage des Instituts Forsa zeigt, dass rund zwei Drittel der Befragten bezweifeln, dass die Partei bis zur nächsten Wahl genug an Zustimmung gewinnt, um die Fünf-Prozent-Hürde zu überwinden. Nun stehen Führungswechsel an, um die angeschlagene Partei zu stabilisieren.
Wolfgang Kubicki, ehemaliger Bundestagsvizepräsident, soll ohne Gegenkandidatur zum neuen Bundesvorsitzenden gewählt werden. Henning Höne, FDP-Landeschef in Nordrhein-Westfalen, zog hingegen seine Bewerbung um den Spitzposten zurück. Stattdessen wird er erneut für den stellvertretenden Vorsitz kandidieren.
Die Zukunft der FDP bleibt ungewiss: Das Vertrauen in der Bevölkerung ist auf einem Tiefstand, und ein klarer Weg zurück in den Bundestag ist nicht in Sicht. Der nun anstehende Führungswechsel markiert einen entscheidenden Moment für die Partei. Kubickis unangefochtene Wahl soll die Reihen schließen – doch mit weiterhin schwachen Umfragewerten wird der Weg zur Erholung steinig.






