31 May 2026, 22:03

FDP wählt neue Führung – doch die Spannungen bleiben spürbar

Neuer FDP-Generalsekretär sieht gute Chancen für Comeback

FDP wählt neue Führung – doch die Spannungen bleiben spürbar

Die Freie Demokratische Partei (FDP) hat am Sonntagmittag ihren Bundesparteitag in Berlin beendet. Die Veranstaltung stand im Zeichen von Führungswahlen und grundlegenden Weichenstellungen, offenbarten aber auch die inneren Spannungen der Partei.

Die Delegierten stimmten zunächst für den Hauptantrag der FDP mit dem Titel „Deutschland neu starten: Ein mutiger Aufbruch für eine erfolgreiche Nation“. Andere vorgeschlagene Änderungen wurden jedoch ohne Debatte vertagt und an Ausschüsse zur weiteren Prüfung überwiesen.

Bei der Wahl zur Parteispitze setzte sich Wolfgang Kubicki mit 59 Prozent der Stimmen gegen seine Herausforderin Marie-Agnes Strack-Zimmermann durch. Martin Hagen, der als einziger Kandidat für das Amt des Generalsekretärs antrat, erhielt ebenfalls 59 Prozent Zustimmung. Die knappen Ergebnisse spiegelten die anhaltenden Konflikte innerhalb der Partei wider.

Hagen wandte sich später in optimistischem Ton an den Parteitag. Er kündigte an, den Wahlkampfschwerpunkt auf Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin zu legen. Zudem zeigte er sich überzeugt, dass die FDP bald wieder über fünf Prozent in bundesweiten Umfragen erreichen werde. Als positives Zeichen verwies er auf einen Anstieg der Wahlbereitschaft von 16 auf 22 Prozent innerhalb von zwei Monaten.

Der Parteitag endete mit einer Mischung aus beschlossenen Programmpunkten und bestätigten Personalien. Doch die engen Wahlergebnisse unterstrichen die fortbestehenden Gräben in der Partei. Nun richtet die FDP ihren Blick darauf, in zentralen Regionen vor den kommenden Wahlen wieder an Zustimmung zu gewinnen.

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