Frei verteidigt Koalition: "Wir arbeiten besser, als viele denken"
Thorsten Frei, Leiter des Bundeskanzleramts und führendes CDU-Mitglied, hat sich zu den Schwierigkeiten der regierenden schwarz-roten Koalition geäußert. Die schlechten Umfragewerte der Regierung führt er nicht auf politische Fehlleistungen zurück, sondern auf eine mangelhafte öffentliche Kommunikation. Gleichzeitig betont er, dass die tatsächliche Arbeit der Regierung effektiver sei, als viele Wähler annehmen.
Frei wies Vorwürfe zurück, Bundeskanzer Friedrich Merz stehe den Sozialdemokraten (SPD) nicht entschlossen genug gegenüber. Stattdessen unterstrich er, dass sowohl CDU/CSU als auch SPD eine gemeinsame Verantwortung für eine gute Regierungsführung trägen. Zudem räumte er ein, dass es zwischen den beiden Parteien Überschneidungen gebe, und forderte eine engere Zusammenarbeit bei zentralen Themen.
Laut Frei liegen die Probleme der Koalition vor allem in der unzureichenden Vermittlung ihrer Erfolge. Als Beispiel nannte er die teilweise umgesetzte Gesundheitsreform, die er als Beleg für erfolgreiche Politik wertete. Zugleich gab er zu, dass das öffentliche Bild der Regierung als handlungsunfähig der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) Auftrieb gebe.
Der CDU-Politiker warnte auch davor, die grundlegenden Werte der Partei aufzugeben. Gute Regierungsarbeit erfordere keine vollständige Einigkeit in jeder Detailfrage, argumentierte er. Stattdessen rief er die Koalition dazu auf, sich auf große Lösungen zum Wohl des Landes zu konzentrieren, anstatt sich in stilistischen Debatten zu verlieren.
Freis Äußerungen verdeutlichen die Kluft zwischen politischen Ergebnissen und öffentlicher Wahrnehmung. Er ist überzeugt, dass die Koalition ihre Kommunikation verbessern muss, ohne dabei ihre Prinzipien zu verraten. Der Erfolg künftiger Reformen, so Frei, hänge von einer klareren Vermittlung und einer stärkeren Einheit zwischen CDU und SPD ab.






