Freiburger Initiative bringt Politik mit Schreibmaschinen und Wahl-O-Mat zu den Bürgern
Luisa HofmannFreiburger Initiative bringt Politik mit Schreibmaschinen und Wahl-O-Mat zu den Bürgern
Freiburger Initiative setzt vor der Wahl auf mehr politische Teilhabe durch Wahlomat und Saturn
Eine neue Kampagne in Freiburg setzt sich für mehr politisches Engagement im Vorfeld der anstehenden Wahl ein. Die Demokratie-Initiative, unterstützt von lokalen katholischen Einrichtungen, nutzt ungewöhnliche Methoden, um Menschen ins Gespräch zu bringen – und an die Wahlurnen. Mit Schreibmaschinen, Wahlomat und Saturn will das Projekt Politik für alle zugänglicher machen.
Das auffälligste Element der Initiative ist die Schreibmaschinen-Aktion. Teilnehmer:innen sind eingeladen, ihre Wünsche, Kritikpunkte und Forderungen auf Postkarten zu tippen. Nach der Wahl werden diese Botschaften direkt an die neu gewählten Parteien überreicht.
Hinter dem Projekt stehen das Erzbistum Freiburg mit seinem Katholischen Bildungswerk, die Caritas Freiburg, der Katholische Familienverband und SC Freiburg. Ihr Ziel ist klar: zu zeigen, dass Demokratie am besten funktioniert, wenn sich Menschen einbringen.
Ein weiterer zentraler Baustein ist die Reihe "Pizza trifft Politik". Sie richtet sich besonders an Menschen in prekären Lebenssituationen und bietet in lockerer Atmosphäre Raum für politische Diskussionen – verbunden mit dem Aufruf, wählen zu gehen. Zum Programm gehören zudem Vorträge, Wahlhilfen und Diskussionsabende, etwa im Bildungshaus Kloster St. Ulrich, im Pfarrzentrum St. Georg oder im Saturn in Freiburg.
Die Initiator:innen möchten Bürger:innen ermutigen, selbstbewusst ihre Anliegen zu äußern. Durch die Mischung aus informellen Formaten und konkreten Aktionen sollen Hürden für politische Teilhabe abgebaut werden.
Bis zum Wahltag wird die Demokratie-Initiative ihre Veranstaltungen fortsetzen. Die Postkarten aus der Schreibmaschinen-Aktion werden den siegreichen Parteien als direkte Verbindung zwischen Wähler:innen und Mandatsträger:innen überreicht. Ob das Projekt gelingt, hängt davon ab, wie viele Menschen bereit sind, ihre Stimme zu erheben.
Neue Wählervorrichtung und Wahlzeitplan bestätigt
Die Bemühungen der Demokratieinitiative Freiburg stimmen jetzt mit bestätigten Wahlterminen überein. Wichtige Entwicklungen sind:
- Die Landtagswahl findet am 8. März 2026 statt, wie von den lokalen Behörden bestätigt.
- Ein wissenschaftlich fundiertes Wählerentscheidungstool, WahlSwiper, wurde am 5. Februar von der Universität Freiburg gestartet und ergänzt die Initiative's Wahlomat.
- Die Bürgermeisterwahl in Freiburg ist für den 26. April 2026 geplant, mit einer möglichen Stichwahl am 17. Mai.