25 April 2026, 12:23

Freiburgs ruhiger Wahlkampf um das Oberbürgermeisteramt überrascht mit Sachlichkeit statt Streit

Schwarzes und weißes Foto einer Stadtansicht in Freiburg, Deutschland, mit Gebäuden, Bäumen und Menschen, sowie der Beschriftung "Freiburg, Deutschland" unten.

Freiburgs ruhiger Wahlkampf um das Oberbürgermeisteramt überrascht mit Sachlichkeit statt Streit

Freiburgs Rennen um das Oberbürgermeisteramt läuft – doch der Wahlkampf wirkt ungewöhnlich ruhig

Sieben Kandidat:innen bewerben sich um das Amt, doch der Wahlkampf bleibt sachlich und frei von hitzigen Auseinandersetzungen. Die Stadt, bekannt für ihr gemäßigtes politisches Klima, hat sich längst gegen rechtsextreme Einflüsse immunisiert – die Debatten bleiben zivil und konzentrieren sich auf lokale Themen.

Die Wahl folgt auf acht Jahre unter Martin Horn, der 2018 überraschend den beliebten Grünen-Oberbürgermeister Dieter Salomon besiegte. Nun kristallisieren sich drei Favorit:innen heraus: Horn selbst, Monika Stein und der CDU-Kandidat Achim Wiele. Stein, Pädagogin und Landesvorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW, hat die Unterstützung der Mehrheit der Stadträte gesichert. Ihr linkes Programm umfasst die Wiederbelebung der alten Stadthalle als Kulturzentrum sowie die Umwandlung des Flugplatzes in eine Mischung aus Gewerbeflächen und grünen Korridoren.

Der entspannte Wahlkampf steht im Kontrast zu typischen politischen Machtkämpfen. Selbst die wenigen Brennpunkte der Stadt, wie der Stühlinger Kirchplatz – ein Platz hinter dem Bahnhof, der für Drogenhandel bekannt ist –, werden mit soziokulturellen Projekten angegangen, statt mit polarisierender Rhetorik. Unterdessen setzt sich Sebastian Müller, ehemaliger Stadtrat der Jungen Liste Freiburg, mit seiner Initiative Balkon Solar für strengeren Datenschutz und bürgergetragene Solaranlagen ein.

Beobachter:innen sehen in der funktionsfähigen Verwaltung die eigentliche Stärke der Stadt. Rudi Raschke, langjähriger Pressesprecher des SC Freiburg, begrüßt zwar neue Ideen, führt die Stabilität der Stadt aber auf ihre effiziente Verwaltung zurück. Mit neun Namen auf dem Stimmzettel und sieben Podiumsdiskussionen im Bürgerhaus am Seepark ist das Rennen zwar gut besetzt, doch bleibt es frei von Feindseligkeiten.

Die oder der nächste Oberbürgermeister:in wird eine Stadt mit kontinuierlicher Führung und minimalen politischen Konflikten übernehmen. Zu den Aufgaben gehören die Belebung kultureller Räume und die Bewältigung lokaler Kriminalitätsschwerpunkte. Vorerst bleibt Freiburgs Wahlkampf seinem Ruf treu: bedacht, kooperativ und weit entfernt vom üblichen politischen Gezänk.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle