Fußballturnier in München gedenkt der Opfer des Anschlags von 2016
Ein Fußballturnier zu Ehren der Opfer des Münchner Anschlags von 2016
Am 6. Juni fand ein Fußballturnier statt, das an die Opfer des Anschlags von München 2016 erinnerte. Organisiert wurde die Veranstaltung von Hasan Leyla, dessen Sohn Can zu den zehn Getöteten zählte. Das Turnier brachte Menschen zusammen, um der Verstorbenen zu gedenken. Die Initiative München Erinnert unterstützte den Wettbewerb im Rahmen ihrer Bemühungen, den Anschlag offiziell als rechtsterroristischen Akt einzuordnen.
Bei dem Anschlag 2016 verloren Armela Segashi, Can Leyla, Dijamant Zabërgja, Guiliano Kollmann, Hüseyin Dayıcık, Roberto Rafael, Sabine S., Selçuk Kılıç, Sevda Dağ und eine bis heute nicht identifizierte Person ihr Leben. Zunächst als Amoklauf eingestuft, erkannte die Justiz später die politisch motivierte, rechtsterroristische Dimension der Tat an.
Hasan Leyla, der Vater von Can, setzt auf persönliche Begegnungen, um die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten. Das Turnier, das in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfand, feiert ihr Leben durch den Sport. Guiliano Kollmann, ein begeisterter Fußballfan, inspirierte die erste Auflage des Turniers, das damals von seinem ehemaligen Team gewonnen wurde.
In diesem Jahr siegte das Team OEZ Erinnert, das alle Opfer repräsentiert. Der Wettbewerb dient sowohl als Hommage als auch als Aufruf zu Gerechtigkeit – und dafür, dass der Anschlag korrekt in Erinnerung bleibt.
Das Turnier steht für die Würdigung der zehn verlorenen Leben und stellt die anfängliche Fehleinschätzung des Anschlags infrage. Durch den Fußball bleiben Überlebende und Angehörige verbunden und halten das Andenken der Opfer lebendig. Die Initiative München Erinnert bleibt entschlossen, die wahre Natur des Anschlags anzuerkennen.






