23 May 2026, 06:04

Gericht gibt Klara Schedlich im #MeToo-Streit gegen Stefan Gelbhaar recht

Grüne Politikerin Schedlich gewinnt Prozess gegen Gelbhaar

Gericht gibt Klara Schedlich im #MeToo-Streit gegen Stefan Gelbhaar recht

Ein Hamburger Gericht hat im Rechtsstreit zwischen der Berliner Grünen-Politikerin Klara Schedlich und dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten Stefan Gelbhaar zugunsten Schedlichs entschieden. Im Mittelpunkt des Verfahrens standen Aussagen in einer eidesstattlichen Versicherung für den Rundfunksender RBB, der über mehrere #MeToo-Vorwürfe gegen Gelbhaar berichtet hatte. Viele dieser Vorwürfe stellten sich später als unbelegt heraus.

Der Streit begann, als der RBB über mehrere #MeToo-Anschuldigungen gegen Gelbhaar berichtete. Keine dieser Beschuldigungen stammte dabei von Schedlich selbst. Gelbhaar wies die Vorwürfe stets zurück und bezeichnete sie als falsch.

Die Folgen waren unverzüglich spürbar: Gelbhaar verlor seine sichere Nominierung für die Bundestagswahl und schied Anfang 2025 aus dem Parlament aus. Der RBB entschuldigte sich später für die Art und Weise, wie er mit den Vorwürfen umgegangen war.

In dem Rechtsverfahren entschied das Oberlandesgericht Hamburg, dass Schedlich bestimmte Aussagen über Gelbhaar wiederholen dürfe. Das Gericht bezeichnete Teile des Streits als eine Frage widerstreitender Darstellungen.

Das Urteil stellt einen juristischen Erfolg für Schedlich dar und ermöglicht es ihr, an ihren früheren Äußerungen festzuhalten. Für Gelbhaar kommt der Fall hinzu zu den beruflichen Rückschlägen, die er nach Bekanntwerden der Vorwürfe erlebte. Die Entscheidung des Gerichts lässt indes offene Fragen zur gesamten Kontroverse zurück.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle