15 April 2026, 22:04

Gesundheitssystem vor dem Kollaps: Kommission schlägt radikale Reformen vor

Eine Zeichnung eines mehrstöckigen Gebäudes mit zahlreichen Fenstern und einem zentralen Schornstein, das als psychiatrische Klinik in Deutschland bezeichnet wird, mit handgeschriebener Text auf dem Papier.

Gesundheitssystem vor dem Kollaps: Kommission schlägt radikale Reformen vor

Deutschlands Gesundheitssystem steht vor einer wachsenden Finanzkrise, warnen Wirtschaftsführer und Regierungvertreter. Eine neu eingesetzte Kommission unter der Leitung von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken erarbeitet derzeit dringende Reformen, um die Kosten zu senken und die Finanzierung zu stabilisieren.

Die Kommission zur Gesundheitsfinanzierung soll die langfristigen Finanzierungsprobleme des deutschen Gesundheitssystems lösen. Bei jährlichen Verwaltungskosten von über 26 Milliarden Euro kritisieren Experten, das System sei ineffizient und überteuert. Trotz der höchsten Ausgaben in Europa bleibe die Qualität hinter den Erwartungen zurück.

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Rainer Dulger, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), fordert sofortiges Handeln. Er schlägt vor, die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern abzuschaffen – eine Maßnahme, die rund 3 Milliarden Euro einsparen könnte. Zudem verlangt Dulger einen Ausgabenstopp, um die steigenden Beiträge für Arbeitnehmer und Unternehmen zu bremsen.

Ein weiterer zentraler Vorschlag zielt darauf ab, die Krankenversicherungsbeiträge für Bürgergeld-Empfänger zu erhöhen. Derzeit übernimmt der Staat monatlich 140 Euro pro Person, was zu einem jährlichen Fehlbetrag von etwa 10 Milliarden Euro führt. Dulger regt an, diese Kosten direkt auf die Betroffenen umzulegen.

Darüber hinaus drängt er auf Krankenhausreformen, darunter den Abbau von Überkapazitäten und die Einführung von Effizienzanreizen. Der Bericht der Kommission soll am Montag der Bundesregierung vorgelegt werden.

Die geplanten Änderungen sollen die finanzielle Belastung des Gesundheitssystems verringern. Falls umgesetzt, könnten sie die Kosten für Arbeitgeber und Arbeitnehmer senken und gleichzeitig Ineffizienzen beseitigen. Die Regierung wird nun die Empfehlungen prüfen, bevor über das weitere Vorgehen entschieden wird.

Quelle