29 April 2026, 08:14

Großdemo in Hamm: Umweltverbände protestieren gegen neue Gaskraftwerke

Eine große Gruppe von Menschen marschiert bei einer Demonstration gegen fossile Brennstoffe, trägt Transparente und Fahnen, mit einem Fahrzeug im Vordergrund und Gebäuden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Großdemo in Hamm: Umweltverbände protestieren gegen neue Gaskraftwerke

Ein Bündnis aus Umweltschutzorganisationen plant für den 30. Mai eine Großdemonstration in Hamm. Die Kundgebung richtet sich gegen die umstrittenen Pläne von Wirtschaftsministerin Katharina Reiche, neue Gaskraftwerke zu bauen. Aktivistinnen und Aktivisten von Organisationen wie dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Greenpeace und Fridays for Future werden an der Aktion teilnehmen.

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Die Demonstration beginnt am 30. Mai um 12 Uhr mittags; die Teilnehmenden werden zum Kraftwerk Gersteinwerk ziehen. Vor Ort wollen sie die Form eines Windrads bilden, um ihre Forderung nach erneuerbaren Energien statt fossiler Brennstoffe symbolisch zu unterstreichen.

Verena Graichen, politische Geschäftsführerin des BUND, kritisierte Ministerin Reiche scharf: Sie agiere wie eine Lobbyistin der fossilen Energiewirtschaft. Die Pläne der Ministerin verzögerten den Ausbau der erneuerbaren Energien und kämen vor allem Konzernen wie RWE zugute, so Graichen.

Mira Jäger, Energieexpertin bei Greenpeace, ergänzte, dass erneuerbare Energien die Abhängigkeit von autoritären Regimen verringerten. Im Gegensatz zu Gas böten Wind- und Solarenergie mehr Unabhängigkeit und seien nachhaltiger.

Ziel der Demonstration ist es, den Bau neuer Gaskraftwerke zu verhindern. Die Organisatorinnen und Organisatoren hoffen, mit dem Protest politischen Druck aufzubauen, damit erneuerbare Energien Vorrang erhalten. Die Veranstaltung vereint verschiedene Umweltverbände unter einer gemeinsamen Sache.

Quelle