21 March 2026, 06:04

Haushalt 2026: Studierende zahlen die Zeche für Steuergeschenke an Unternehmen

Plakat mit der Aufschrift "Was gibt es Neues zum einmaligen Schuldenentlastungsprogramm der Biden-Harris-Regierung?" mit Büchern unten.

Haushalt 2026: Studierende zahlen die Zeche für Steuergeschenke an Unternehmen

Der Haushaltsentwurf der Regierung für 2026 hat scharfe Kritik an Kürzungen bei der Unterstützung für Studierende und Auszubildende ausgelöst. Die Mittel für die grundlegende finanzielle Absicherung wurden im Vergleich zum Vorjahr um 250 Millionen Euro gekürzt. Kritiker monieren, die Maßnahmen gingen an der Realität steigender Lebenshaltungskosten und eines sich verschärfenden Fachkräftemangels vorbei.

Oppositionsgruppen fordern umfassende Reformen des BAföG, des deutschen Systems der Studienförderung. Ihre Vorschläge umfassen regionale Anpassungen der Wohnkostenzuschüsse, eine automatische Inflationsanpassung sowie Existenzminima, die sich am Bürgergeld orientieren. Die aktuellen Pläne spiegelten ihrer Ansicht nach nicht die tatsächlichen Mietsteigerungen in Universitätsstädten wider, so die Vorwürfe.

Zudem gerät die Regierung in die Kritik, weil sie Bildungsausgaben gegen Steuererleichterungen für Unternehmen ausspielt. Ayşe Asar, Sprecherin für Forschungs-, Technologie- und Raumfahrtpolitik, warf den Verantwortlichen falsche Prioritätensetzung vor. Eine Unterfinanzierung der Studienförderung werde die Fachkräftelücke weiter vertiefen, warnte sie.

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Aus den Haushaltsunterlagen geht hervor, dass 14,9 Milliarden Euro für Grundsicherungsleistungen vorgesehen sind – doch eine detaillierte Aufschlüsselung der BAföG-Mittel fehlt. Die mangelnde Transparenz erschwert den Vergleich der Bildungsausgaben mit anderen Bereichen wie Hochschulbau oder Forschung.

Der Haushalt 2026 sieht eine Kürzung der Unterstützung für Studierende und Auszubildende um 250 Millionen Euro vor. Experten zufolge reichen die Reformen bei den Wohnkostenzuschüssen nicht aus, um die Mietpreisanstiege in den wichtigsten Universitätsstädten abzufedern. Ohne weitere Nachbesserungen droht die Finanzierungslücke den Druck auf Lernende und den Arbeitsmarkt zusätzlich zu verschärfen.

Quelle