12 March 2026, 20:03

Heitersheims Stadtrat stimmt über Millionenprojekt für das Malteser Schlossviertel ab

Ein detailliertes altes Stadtplan von Malta, der Gebäude, Straßen und andere Merkmale zeigt, mit Text oben und unten.

Heitersheims Stadtrat stimmt über Millionenprojekt für das Malteser Schlossviertel ab

Heitersheims Stadtrat entscheidet am 17. März 2026 über Großprojekt zur Neugestaltung des historischen Malteser Schlossviertels

Am 17. März 2026 wird der Stadtrat von Heitersheim über einen umfassenden Sanierungs- und Entwicklungsplan für das historische Malteser Schlossviertel abstimmen. Das Vorhaben umfasst die Finanzierung von Gebäuden, den Bau eines Kindergartens sowie die Restaurierung des Schlossparks – mit Millionenfördergeldern und Zuschüssen, die derzeit verhandelt werden. Das Malteserschloss selbst, einst eine barocke Residenz des Malteserordens, bleibt ein zentraler Kulturort mit einer bis ins 13. Jahrhundert zurückreichenden Geschichte.

Das Malteserschloss, ursprünglich eine mittelalterliche Festung, entwickelte sich nach 1630 zum Verwaltungszentrum des Malteserordens in der Region Breisgau. Während des Dreißigjährigen Krieges spielte es eine strategische Rolle – 1634 wurde es von schwedischen Truppen erobert – und diente nach umfangreichen Sanierungen in den 1970er-Jahren als kulturelles Wahrzeichen. Der Einfluss des Ordens prägte den Standort bis Napoleon 1806 dessen Souveränität aufhob.

Das Förderpaket sieht mehrere finanzielle Maßnahmen vor. Die Stadt Heitersheim soll sich mit geschätzten 800.000 Euro am Bau eines neuen Kindergartens innerhalb des Ensembles beteiligen, wobei der Betreiber zugesagt hat, die Mietkosten zu senken. Zusätzlich könnten bis zu 2 Millionen Euro aus rückwirkenden Städtebaufördermitteln fließen.

Weitere Pläne beinhalten Zuschüsse für zentrale Gebäude: Das Lampert-Gebäude könnte bis zu 750.000 Euro erhalten, während die Obergeschosse der Gabriel- und Raphael-Häuser für 845.000 Euro förderfähig wären. Die Lazarus- und Stehwagen-Gebäude könnten zudem über Erbbaurechte an die Schloss-Heitersheim GmbH verkauft werden, um Platz für das Malteser-Museum zu sichern.

Neben den Gebäuden sind bis zu 550.000 Euro für die Wiederherstellung des Schlossparks vorgesehen. Eine Quartiersmanagement-Initiative, finanziert aus dem Programm "Städtebauliche Sanierung (nichtinvestiv)", soll bis 2030 laufen und die langfristige Stadtteilarbeit unterstützen.

Die Abstimmung des Stadtrats wird über die Zukunft des Malteser Schlossviertels entscheiden – von der Denkmalsanierung über Kinderbetreuung bis hin zu öffentlichen Freiflächen. Bei einer Zustimmung würde das Projekt Fördergelder, Zuschüsse und Partnerschaften bündeln, um die historische Bedeutung des Ortes zu bewahren und ihn gleichzeitig für moderne Nutzungen zu öffnen.

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