Hessen investiert 130 Millionen Euro in Rekord-Sportoffensive bis 2036
Tobias SeidelHessen investiert 130 Millionen Euro in Rekord-Sportoffensive bis 2036
Hessen startet eine große Offensive zur Stärkung seines Sports mit Rekordinvestitionen und neuen Initiativen. Die Landesregierung hat ein Investitionsvolumen von 130 Millionen Euro über zwölf Jahre sowie eine Haushaltserhöhung um 12,7 Prozent für 2026 angekündigt. Damit solle Hessens Position als führender Standort für Spitzensport und Nachwuchsförderung gesichert werden, hieß es aus Regierungskreisen.
Kernstück des Plans ist der neu geschaffene Sonderfonds Sport, der die Modernisierung der Infrastruktur und nachhaltiges Wachstum vorantreiben soll. In den kommenden zwölf Jahren fließen 130 Millionen Euro in Sportstätten, Trainingsprogramme und Leistungsstrukturen. Parallel dazu steigt der Sportetat für 2026 auf 35,6 Millionen Euro – ein historischer Höchststand für das Land.
Besonders stark profitieren sollen vereinseigene Sportanlagen. Die maximale Fördersumme pro Projekt wurde auf eine Million Euro verfünffacht, während der Zuschussanteil nun 35 Prozent der Kosten deckt. Zudem qualifizieren sich fünfmal so viele Vorhaben für eine Förderung. Ziel ist es, veraltete Anlagen zu sanieren und wettbewerbsfähig zu halten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Talentförderung und Trainerwesen. Zusätzliche Mittel sollen erfolgreiche Trainer halten und den Beruf attraktiver gestalten. Gleichzeitig wird die Hessische Weg – die Landesstrategie für den Leistungssportnachwuchs – an nationale Standards angepasst. Ein weiteres Leuchtturmprojekt ist der Campus Sportdeutschland im Frankfurter Stadtwald, der künftig als Zentrum für Spitzensportler dienen soll.
Hessens Sportministerin Diana Stolz bezeichnete die Investitionen als ein „starkes Signal“ an die Bürger. Moderne Sportstätten und bessere Rahmenbedingungen für Trainer seien entscheidend, um Hessen als Top-Standort für Wettkampfsport zu etablieren, betonte sie.
Die neuen Maßnahmen werden in den kommenden Jahren schrittweise umgesetzt, wobei erste Modernisierungen in Vereinen und Trainingszentren bereits bald beginnen sollen. Der erhöhte Haushalt und der Sonderfonds Sport sichern eine kontinuierliche Finanzierung bis mindestens 2036. Wie aus Regierungskreisen verlautet, sind Anträge für Fördermittel und Trainerprogramme bereits möglich.






