Hettich-Mitarbeiter verzichten freiwillig auf 1.000 Euro Gehaltserhöhung
Tobias SeidelHettich-Mitarbeiter verzichten freiwillig auf 1.000 Euro Gehaltserhöhung
Tausende Beschäftigte des Möbelzulieferers Hettich haben sich bereit erklärt, eine geplante Gehaltserhöhung zu verschieben. Die Entscheidung fällt nach einem Vorschlag des Unternehmens, die Erhöhung um ein Jahr aufzuschieben – begründet mit finanziellen Schwierigkeiten. Für die Mitarbeiter bedeutet dies, dass ihnen in den kommenden zwölf Monaten jeweils über 1.000 Euro fehlen werden.
Die ursprünglich für den 1. April vorgesehene Lohnerhöhung von 3,1 Prozent sollte eigentlich wie geplant in Kraft treten. Doch Hettich bat die Belegschaft um Aufschub und argumentierte, dieser Schritt sei notwendig, um die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu sichern. Laut Firmenangaben spart die Verschiebung mehrere Millionen Euro ein.
Mindestens 90 Prozent der Beschäftigten haben dem Vorschlag zugestimmt. Dennoch kritisiert die Gewerkschaft IG Metall die Entscheidung scharf und wirft Hettich vor, die Arbeiter unter Druck gesetzt zu haben. Das Unternehmen weist diese Vorwürfe zurück und betont, es habe während des gesamten Prozesses für volle Transparenz gesorgt.
Durch die Verschiebung erhalten die Mitarbeiter die geplante Gehaltserhöhung nun erst 2025. Hettich hält die Maßnahme für unverzichtbar, um die finanzielle Lage des Unternehmens abzusichern. Die Gewerkschaft hingegen stellt die Vorgehensweise des Unternehmens weiterhin infrage und übt weiter Kritik an dessen Umgang mit der Situation.






