Hünfelds Ehrenamts-Infoabend klärt über Steuerregeln und neue Freibeträge auf
Tobias SeidelHünfelds Ehrenamts-Infoabend klärt über Steuerregeln und neue Freibeträge auf
Hünfeld veranstaltete letzte Woche fünften Ehrenamts-Infoabend im Lokomotivschuppen
Beim jüngsten Ehrenamts-Infoabend im Hünfelder Lokomotivschuppen trafen sich lokale Vereine und Fachleute, um über aktuelle finanzielle und rechtliche Neuerungen für gemeinnützige Organisationen zu diskutieren. Thematisch reichte das Spektrum von Steuerregeln bis hin zu neuen Aufwandsentschädigungen für Ehrenamtliche.
Eröffnet wurde der Abend von Julia Schröder vom Landkreis Fulda, die einen Überblick über die Ehrenamtsstrukturen in der Region gab. Sie stellte dabei die vorhandenen Unterstützungsangebote für lokale Gruppen und deren Mitglieder vor.
Im Anschluss referierte Steuerberaterin Sandra Oechler, Diplom-Kauffrau, 90 Minuten lang zum Thema „Steuern in Vereinen“. Sie erläuterte, dass Vereine in ihrer Buchführung ideelle und wirtschaftliche Tätigkeiten strikt trennen müssen. Gewerbliche Aktivitäten unterlägen nur dann der Besteuerung, wenn der Jahresumsatz 50.000 Euro übersteige.
Oechler ging zudem auf aktuelle Änderungen bei den Freibeträgen ein: Ab dem 1. Januar 2026 steigt die Ehrenamtspauschale auf 960 Euro pro Jahr. Die steuerfreie Übungsleiterpauschale erhöht sich auf 3.300 Euro jährlich. Besonders betonte sie, dass gemeinnützige Organisationen ihre Mittel ausschließlich für die in der Satzung festgelegten Zwecke verwenden dürften.
Nach den Vorträgen bot sich den Teilnehmenden bei Würstchen, kalten Getränken und lockeren Gesprächen die Gelegenheit zum Netzwerken.
Die Veranstaltung vermittelte Klarheit über finanzielle Rahmenbedingungen für lokale Vereine und Initiativen. Die ab 2026 geltenden neuen Freibeträge und Steuergrenzen werden Einfluss darauf haben, wie Organisationen ihre Mittel und ehrenamtlichen Kräfte verwalten. Die Besucher nahmen aktuelle Handlungsempfehlungen sowie Kontakte zu Gleichgesinnten mit nach Hause.






