Joachim Gauck fordert Europas militärische Aufrüstung beim Leopoldina-Empfang 2026
Luisa HofmannJoachim Gauck fordert Europas militärische Aufrüstung beim Leopoldina-Empfang 2026
Ehemaliger Bundespräsident Joachim Gauck hält Hauptrede bei Leopoldina-Frühjahrsempfang am 14. April 2026
Unter dem Titel "Zeiten geopolitischen Wandels: Eine neue Verantwortung für Europa" wird der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck beim Leopoldina-Frühjahrsempfang eine Grundsatzrede halten. Im Mittelpunkt stehen Europas drängende Sicherheitsherausforderungen angesichts der jüngsten globalen Konflikte. Die Veranstaltung ist kostenlos und öffentlich zugänglich, eine Anmeldung bis zum 10. April jedoch erforderlich.
Der Empfang findet im Festsaal der Leopoldina, Jägerberg 1 in Halle (Saale), von 17:30 bis 19:00 Uhr statt. Eine Online-Teilnahme ist ebenfalls möglich. Gaucks Rede knüpft an sein im März 2026 geführtes Interview mit der Journalistin Caren Miosga an, in dem er eine militärische Aufrüstung Europas und eine größere Unabhängigkeit von den USA forderte. Die aktuelle Lage Europas bezeichnete er als "verfettete Ohnmacht" und erklärte Verhandlungen mit Putin für "sinnlos" – mit Verweis auf die anhaltende russische Aggression und neue Konflikte wie den Iran-Krieg.
Neben Gaucks Beitrag wird Professorin Laura Hinze mit dem Leopoldina Early Career Award 2026 ausgezeichnet, der mit 5.000 Euro vom Freundeskreis der Akademie dotiert ist. Hinze hält zudem einen Vortrag zum Thema "Unbegrenzte Räume als Überlebensstrategie von Krebszellen".
Der Frühjahrsempfang bietet eine Plattform für Gaucks scharfe Kritik an Europas Sicherheitspolitik sowie Hinzes wissenschaftliche Innovationen. Mit kostenfreiem Zugang und digitaler Teilnahmeoption zielt die Veranstaltung darauf ab, ein breites Publikum in die Debatten über Geopolitik und Forschung einzubinden. Eine Anmeldung ist noch bis zum 10. April 2026 möglich.






