Klimaproteste: Fridays for Future warnt vor Rückschritt bei erneuerbaren Energien
Luisa HofmannKlimaproteste: Fridays for Future warnt vor Rückschritt bei erneuerbaren Energien
Klimaschutzaktivist:innen von Fridays for Future Braunschweig haben die Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Brennstoffen kritisiert – vor allem vor dem Hintergrund stark steigender Gaspreise infolge der Spannungen mit dem Iran. Die Gruppe verurteilte zudem die jüngste Energiepolitik der Bundesregierung und warnte, diese könnte jahrelange Fortschritte bei der Nutzung erneuerbarer Energien zunichtemachen.
Die Vorwürfe wurden während eines lokalen Klimastreiks erhoben, der Teil einer bundesweiten Protestbewegung war. Am vergangenen Wochenende hatten in Berlin, Hamburg, Köln und München ähnliche Demonstrationen stattgefunden.
Niko Schoss, Sprecher von Fridays for Future Braunschweig, richtete seine Kritik direkt an Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Er warf ihr vor, den Bau neuer Gaskraftwerke voranzutreiben, statt den Ausbau erneuerbarer Energien zu priorisieren. Der Aktivist Alexander Dammmeier unterstützte diese Position und argumentierte, Reiches Politik gefährde die bisherigen Erfolge Deutschlands bei der sauberen Energiegewinnung.
Die Gruppe betonte, dass der Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Strommix mittlerweile bei 62 Prozent liege – ein deutliches Zeichen für Fortschritte im Klimaschutz. Gleichzeitig wiesen sie darauf hin, dass die durch den Iran-Konflikt verursachten Gaspreiserhöhungen zeigten, wie verletzlich das Land gegenüber den globalen Märkten für fossile Energieträger bleibe.
Fridays for Future führte die Vorteile erneuerbarer Energien an: geringere Kosten, Unabhängigkeit von Energieimporten und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Die Aktivist:innen forderten einen vollständigen Umstieg auf erneuerbare Energien bis 2035, da dies der Wirtschaft langfristige Planungssicherheit geben und die Wettbewerbsfähigkeit stärken würde.
Die Proteste in Braunschweig sind Teil einer wachsenden Forderung nach schnelleren Klimaschutzmaßnahmen in ganz Deutschland. Die Aktivist:innen bestehen darauf, dass ein Ausstieg aus fossilen Brennstoffen die Abhängigkeit von instabilen internationalen Märkten verringern würde. Ihr Ziel bleibt ein vollständig auf erneuerbaren Energien basierendes System innerhalb des nächsten Jahrzehnts.






