14 March 2026, 06:05

Landtagswahl 2026 bringt Rekord-Landtag mit mehr Frauen in Baden-Württemberg

Ein detaillierter alter Stadtplan von Baden-Württemberg, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, mit einem Gebäude in der rechten unteren Ecke und Text, der städtische Informationen bereitstellt.

Warum der Landtag so groß wie nie zuvor ist - Landtagswahl 2026 bringt Rekord-Landtag mit mehr Frauen in Baden-Württemberg

Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg: Größter Landtag der Geschichte mit Rekordanteil an Frauen

Die Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg hat den größten Landtag in der Geschichte des Bundeslandes hervorgebracht. Mit nun 157 Abgeordneten sitzen so viele Parlamentarier wie nie zuvor im Stuttgarter Haus – darunter 53 Frauen, was einem Anteil von 33,8 Prozent entspricht. Im Vergleich zur vorherigen Wahl bedeutet dies einen Anstieg der Frauenrepräsentation um 4,6 Prozentpunkte.

Die Vergrößerung des Parlaments geht auf eine umstrittene Wahlrechtsreform zurück, die ein Zweistimmensystem einführte und Überhangmandate berücksichtigte. Nach den neuen Regeln erhielt die CDU 14 Überhangmandate, während andere Parteien Ausgleichsmandate erhielten, um die proportionalen Sitzverhältnisse zu wahren. Ein ähnlicher Mechanismus war bereits 2021 angewendet worden, als die Grünen 13 Überhangmandate errangen und 21 Ausgleichsmandate verteilt wurden.

Kritiker hatten seit Langem gewarnt, dass die Reform den Landtag auf bis zu 200 Abgeordnete anwachsen lassen könnte – mit zusätzlichen Kosten in Millionenhöhe. Die FDP hatte sogar eine Bürgerinitiative gestartet, um das sogenannte "Mega-Parlament" zu stoppen, doch der Versuch scheiterte letztlich. Trotz der Widerstände zeigt sich nun ein zentrales Ziel der Reform – die Erhöhung des Frauenanteils – mit den aktuellen Zahlen als erfolgreich.

Mit 157 Sitzen ist die neue Volksvertretung die größte in der Geschichte Baden-Württembergs. Zwar ist unklar, wie viele Frauen und Männer erstmals in den Landtag eingezogen sind, doch der insgesamt gestiegene Anteil an Abgeordnete spiegelt einen Wandel im Vergleich zu früheren Wahlen wider.

Die Wahl 2026 hat damit ein größeres und geschlechtergerechteres Parlament beschert. Mit 53 Frauen im Landtag wurde das Reformziel einer höheren Frauenrepräsentation erreicht. Gleichzeitig bringt die erweiterte Volksvertretung jedoch höhere Kosten und organisatorische Herausforderungen für das Land mit sich.

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